Antrag: Prüfauftrag zur Einführung eines Kulturtickets

Antrag vom 16. Juni 2017

  1. Die Stadtverwaltung Leipzig prüft in Abstimmung mit der Universität Leipzig und weiteren Hochschuleinrichtungen Leipzigs (wie Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur) die Möglichkeit zur Einrichtung eines Kulturtickets für Studierende für die städtischen Kultureinrichtungen (Gewandhaus, Oper, Theter der Jungen Welt, Schauspiel Leipzig, Musikalische Komödie, städtische Museen und ausgewählte Kultureinrichtungen der Freien Szene) in Leipzig.
  2. Die Ergebnisse dieser Gespräche sollen bis zum IV. Quartal 2017 dem Stadtrat vorgelegt werden.


Begründung:

Eine lebendige Kulturszene spielt bei der Wohnortwahl neben dem Arbeitsplatz eine wichtige Rolle auch für die Entscheidung, hier in Leipzig zu studieren. Ziel der Partnerschaft ist es, den Standort Leipzig im Bereich der Bildung und Wissenschaft, der Wirtschaft, der Stadtentwicklung und vor allem der Kultur gemeinsam zu stärken. So wirkt die Universität Leipzig u.a. als Impulsgeber und Wissenspartner für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Als Beispiel für eine solche Partnerschaft sei hier die Stadt Chemnitz genannt. Dort haben
ab dem Wintersemester 2016/17 Studierende der TU Chemnitz die Möglichkeit, aufgrund des Stadtratsbeschlusses vom 2. März 2016, das Semesterticket auch für den Eintritt in die kommunalen Kultureinrichtungen zu nutzen (Museen, Theater sowie das Opernhaus und die Robert-Schumann-Philharmonie). Das Kulturticket wurde in enger Zusammenarbeit mit dem StudentInnenrat der TU Chemnitz entwickelt.

Die entstehenden Kosten des Kulturtickets sollten vorerst hälftig von der Stadt Leipzig und dem Studentenwerk der Universität Leipzig gedeckt werden. Danach sollten die Mehrkosten durch einen festen Betrag im Semesterticket enthalten sein und kostenlosen Zugang zu den oben genannten Kulturbetrieben ermöglichen. Dadurch soll der Zugang zu Kultureinrichtungen der Stadt Leipzig, vor allem auch für ausländische Studierende flexibler gestaltet und bequemer werden.
Zudem soll auch eine noch effizientere Auslastung der kulturellen Eigenbetriebe erreicht werden und die Menschen, die nach Leipzig zum Studium kommen, sich mit der Stadt besser identifizieren können.

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