Frauen in der Darstellenden Kunst auch 2018 mit Caroline-Neuber-Förderpreis auszeichnen

Foto: Martin Jehnichen

Pressemitteilung vom 12. Februar 2018

Stadträtin Dr. Gesine Märtens:

„Es ist natürlich bedauerlich, dass der Caroline-Neuber-Preis gerade im 20. Jahr seines Bestehens nicht vergeben werden kann. Auch wenn wir für die  organisatorischen Schwierigkeiten, entstanden durch die verschobene Eröffnung der neuen LOFFT-Spielstätte, Verständnis haben, sollten diesen nicht die Förderung von Theatermacherinnen zum Opfer fallen.“

Dr. Gesine Märtens
erklärt weiter: „Wir schlagen in unserem Antrag der Verwaltung die Ausgabe von zwei Förderpreisen zu je 5000 Euro an Leipziger Künstlerinnen vor, lassen uns aber auch gern von Alternativvorschlägen überraschen. Wichtig ist uns, dass der Fördergedanke für Frauen in der Darstellenden Kunst umgesetzt wird. Wir sind sicher, dass dann für die Preisverleihung auch ein würdiger Rahmen gefunden wird, z. B. anlässlich der Verleihung des Louise-Otto-Peters-Preises im Oktober 2018. Nun sollte die Leipziger Kulturverwaltung ebenfalls kreativ sein und in den nächsten Wochen eine Alternative entwickeln, sodass das Preisgeld auch in diesem Jahr den Künstlerinnen in der Theaterszene zu Gute kommen kann.

An den Voraussetzungen für den einstmaligen Grundsatzbeschluss, der die besondere Bedeutung dieser Förderung für junge Nachwuchskünstlerinnen ausdrücklich heraushob, hat sich nicht viel geändert. Dass sich die Zahl der Regisseurinnen und Spielleiterinnen an deutschen Theatern in den vergangenen zwanzig Jahren von 20 % auf 30 % erhöht hat ist gut, kann uns noch lange nicht zufrieden machen.[1]



[1] Gabriele Schulz, Carolin Ries, Olaf Zimmermann: Frauen in Kultur und Medien
Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge. 2016.

 

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