Anna Kaleri

Stadträtin

Gremien: Fachausschuss Soziales und Gesundheit, Fachausschuss Kultur, Aufsichtsrat bbvl, Aufsichtsrat Städtisches Bestattungswesen

 

Beiträge

CO2-Rechner für Kulturbetriebe als deutschlandweites Leuchtturmprojekt veröffentlicht

Am heutigen 8. November 2023 wird der CO2-Rechner für Kulturbetriebe veröffentlicht. Im Zuge der Haushaltsverhandlungen hatte die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine begleitende Initiative dazu und stand in engem Austausch mit dem Kulturamt, das u.a. durch das Interesse der Stadt Dresden eine Finanzierung ermöglichte. In einem Kooperationsprojekt der Stadt Leipzig und dem Landesamt für Kultur und Denkmalschutz mit der Mittelstandsinitiative „Energiewende und Klimaschutz“, der GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH und der WIPS-com GmbH sowie Leipziger Kultureinrichtungen wurde ein bestehender Rechner der Handwerkskammer angepasst. Auf der Webseite https://www.energie-tool.de können sich ab sofort Kultureinrichtungen mit Sitz in Leipzig und Dresden unabhängig ihrer Trägerschaft für die lizenzfreie Nutzung registrieren. Das Kulturamt steht im Gespräch mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien darüber, dass der Rechner deutschlandweit verwendet werden könnte.

Weiterlesen …

Rede von Anna Kaleri am 18. Oktober 2023 zur Vorlage "Auflösung des Leipziger Kulturrates"

Unsere Fraktion kann der Vorlage „Auflösung des Leipziger Kulturrates“ in dieser Form nicht zustimmen.

Der Leipziger Kulturrat bot die einzigartige, regelmäßige Möglichkeit zum Austausch zwischen Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Politik. Nach Beratungen mit der Freien Szene hatte der Kulturrat 2017 die Arbeit aufgenommen, es folgten viele gute Sitzungen.

Weiterlesen …

Nachholbedarf bei Gleichberechtigung in Leipziger Kulturinstitutionen

Anlässlich des diesjährigen Equal Pay Days, der sich unter dem Motto „Die Kunst der gleichen Bezahlung“ dem Gender Pay Gap im Kunst- und Kulturbereich widmete, hatte die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Stadtratsanfrage gestellt. Hintergrund war die Tatsache, dass die unbereinigte Lohnlücke in Deutschland im Jahr 2022 bei 18 Prozent insgesamt lag (wobei die selbe Größe in Sachsen zum Zeitpunkt der letzten Datenauswertung 2020 bei 7,6% liegt). Beim unbereinigten Gender Pay Gap im Bereich „Kunst und Kultur Unterhaltung und Erholung“ kommen Frauen noch schlechter weg. Hier lag er im letzten Jahr sogar bei 20 Prozent deutschlandweit. (Quelle: Statistisches Bundesamt 2023)

 

Weiterlesen …

Steckbrief:

Jahrgang 1974
Autorin, bürgerl. Ehename Anna Schneider
2 Kinder

Seit 1996 ist Leipzig meine Wahlheimat, und dass ich mich nun in die Reihe der Leipziger Stadtmütter und –väter einreihen darf, empfinde ich als Ehre und Verantwortung. Ich bin von Beruf Autorin und habe drei Bücher geschrieben sowie journalistisch gearbeitet. Das hat auf den ersten Blick nichts mit Politik zu tun, aber damit, Menschen zuzuhören, mit Expert*innen zu sprechen, Ideen umzusetzen, etwas zu gestalten.

Im Kleinen habe ich mich schon immer für die Lebensqualität in unserer ohnehin sehr lebenswerten Stadt eingesetzt, zum Beispiel unter der 123-0 angerufen, wenn etwas auf einem Spielplatz nicht in Ordnung war, Einwohneranfragen zu einer fehlenden Ampel gestellt, für Verbesserungen bei der Kita- und Schulspeisung gewirkt, eine Petition zu Schulbibliothekar*innen unterstützt. Bei manchen Themen wie dem Einsatz von leiseren und umweltfreundlicheren Bussen habe ich auch ernüchternde Erfahrungen gemacht und gemerkt, dass man ganz schön nerven muss, um am Ende einen kleinen Schritt voranzukommen.

2016, aufgeschreckt durch offensichtlich grassierenden Rassismus, begann mein gesellschaftliches Engagement. In diesem Jahr rief ich die Initiative „Literatur statt Brandsätze ins Leben“ und gründete aus dieser sachsenweiten Lese- und Gesprächsaktion mit meinen Mitstreiter*innen den Verein „Lauter Leise e.V. – Kunst und Demokratie in Sachsen“, den ich leite. Damit arbeite ich an der Schnittstelle zwischen kultureller und demokratischer Bildung. Kultur ist mir ein hohes Gut. Nicht nur die sogenannte Hochkultur liegt mir am Herzen, sondern auch Formen, die Selbstbetätigung stärken und innovative, ästhetische Momente in unsere Gesellschaft einbringen, Vielfältigkeit und Wandel zugleich aufnehmen und voranbringen.

Ebenfalls 2016 wurde ich Mitglied bei BÜNDNIS90/Die Grünen, ein lang überlegter Schritt, denn eigentlich war ich bis dahin kein Typ für eine Parteimitgliedschaft. Inzwischen bin ich in der AG Kultur Leipzig, der LAG Kultur Sachsen und im Landesparteirat aktiv. Als gebürtige Harzerin, Naturliebhaberin und begeisterte Gärtnerin ist mir der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen Herzensanliegen. Noch in der DDR aufgewachsen, kenne ich beide Systeme und bin froh, in einer echten Demokratie zu leben, die allerdings noch sehr auf dem Weg ist. Es regt mich auf, wenn Entscheidungen über den Köpfen der Betroffenen hinweg gefällt werden wie beim Thema Fluglärm. Demokratie ist aber auch kein Wunscherfüllungsautomat. Deswegen brauchen wir zum einen noch mehr echte Beteiligungsmöglichkeiten, zum anderen noch mehr Lust auf Mitwirken und Wissen darüber, wie Demokratie eigentlich funktioniert; denn es ist alles recht komplex, und Veränderungen lassen sich beim besten Willen selten schnell und ohne Kompromisse herbeiführen.

In diesem Sinne bitte ich Sie um Geduld, denn auch ich muss mich erst in die Strukturen der Stadt und der Stadtratsarbeit einfinden, die ich am 10.6.2020 als Nachrückerin für Petra Čagalj Sejdi aufnehme. Wenn Sie Anliegen haben, die meinen Wahlkreis Alt-West betreffen, wenden Sie sich zunächst an den Stadtbezirksbeirat (SBB, für Lindenau und Leutzsch) https://www.leipzig.de/buergerservice-und-verwaltung/stadtrat/stadtbezirksbeiraete/stadtbezirksbeirat-alt-west/
bzw. die Ortschaftsräte von Böhlitz-Ehrenberg, Burghausen und Rückmarsdorf.
https://www.leipzig.de/buergerservice-und-verwaltung/stadtrat/ortschaftsraete/#c12896

Bei Anliegen im Bereich Kultur, Gesundheit/Soziales und Fluglärm nehmen Sie bitte Kontakt mit der Fraktion oder mir direkt auf, damit wir gemeinsam Schritte gehen für UnserALLERLEIpzig.

 

StadträtInnen arbeiten neben ihrem Beruf ehrenamtlich. Für ihre Arbeit erhalten sie eine Aufwandsentschädigung. Grundlage für die Zahlung von Entschädigungen ist die Entschädigungssatzung der Stadt Leipzig. Diese ist bis zu 3.672 EUR/Jahr steuerfrei.

Grundentschädigung pro Monat

543,79 EUR

Mobilitätszuschlag pro Monat

78,90 EUR

Sitzungsgeld für Sitzungen der Ausschüsse / Ratsversammlung

54,38 EUR / 108,76 EUR

Fachbeirat Grundentschädigung pro Monat

27,19 EUR

   
   
   

Für die zahlreichen anderen Sitzungen und Verpflichtungen (Arbeitsgruppen, Fraktions- und Vorstandssitzungen) werden keine Entschädigungen gezahlt.