Abhängigkeit von Microsoft

Amtsblattbeitrag vom 25. April 2026

Foto: Martin Jehnichen

von Marvin Frommhold

Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten in den Beziehungen mit den USA gilt eine strategische Loslösung von den großen Tech-Konzernen aus den USA, allen voran Microsoft, als politisch gewünscht. Aus diesem Grund hat meine Fraktion in einer Anfrage die Abhängigkeit der Stadtverwaltung gegenüber Microsoft-Produkten erfragt und wie viel die Stadt jährlich dafür ausgibt. Leider wurde die Frage zu den Kosten mit Verweis auf Geschäftsgeheimnisse nicht beantwortet. Doch diese Logik unterstützt nur zusätzlich die bestehende Monopolstellung von Microsoft. Auch scheint es keine wirkliche Strategie zu geben, perspektivisch auf Alternativen wie etwa Open Source-Lösungen umzustellen. Momentan sind die meisten Dienstleistungen der Stadt abhängig von Microsoft-Produkten, was bei der aktuellen Weltlage und Willkür von US-Präsident Trump ein nicht unerhebliches Risiko für die Verwaltung und damit auch für die Bürger*innen darstellt. Das gemeinsame Ziel von Stadtrat und Verwaltung sollte es also sein, die Abhängigkeit gegenüber Microsoft strategisch abzubauen, um die digitale Souveränität Leipzigs zu stärken und damit auch Ausgaben zu reduzieren. Andere gehen bereits diesen weg, wie etwa das Land Schleswig-Holstein und auch die Stadt München.

 

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