Anfrage: Digitale Sicherheit

Anfrage zur Beantwortung in der Ratsversammlung am 13. Oktober 2021

Anfang Juli war die gesamte Verwaltung des Kreises Anhalt-Bitterfeld durch einen Cyberangriff massiv betroffen. Die Hacker forderten eine Art Lösegeld. Zum einen wurde eine Vielzahl an Daten erbeutet, zum anderen wurde die Verwaltung quasi lahmgelegt. Nach derzeitigen Schätzungen wird der Schaden erst in den nächsten Monaten vollständig behoben sein. Außerdem wurde der Kommunale Eigenbetrieb Engelsdorf in diesem Sommer Opfer eines Cyberangriffs.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir:

 

  1. Wie viele Cyberangriffe und daraus folgend Störungen auf IT-Systeme der Stadtverwaltung, auf IT-Systeme von Eigenbetrieben der Stadt oder auf IT-Systeme, welche durch externe Dienstleister für die Stadt betrieben werden, gab es in den letzten 2 Jahren?
  2. Wie schätzt die Verwaltung insgesamt die Sicherheit der IT-Systeme der Verwaltung, der Eigenbetriebe und die der externen Dienstleister vor dem Hintergrund der Geschehnisse in Anhalt-Bitterfeld ein?
  3. Welche Auswirkungen hätte ein vergleichbarer Cyberangriff wie in Anhalt-Bitterfeld auf die Arbeitsfähigkeit der Leipziger Stadtverwaltung und Eigenbetriebe?
  4. Wie ist der Sachstand bzgl. des Aufbaus eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS)? Welche Schritte des Informationssicherheitsmanagementprozesses wurden bereits umgesetzt?
  5. Zu welchem Ergebnis führte die im Zuge der Erfolgskontrolle der Erreichung der Sicherheitsziele im ISMS durchgeführte Überprüfung?
  6. Wann und durch wen wurden die IT-Systeme der Verwaltung, der Eigenbetriebe und die der externen Dienstleister zuletzt einem sogenannten Stresstest unterzogen, bei dem ein beauftragter Dritter die digitale Infrastruktur angreift, um Probleme und Sicherheitslücken zu finden, damit diese erschlossen bzw. geschlossen werden können?

 

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