Antrag: Capa-Wald ins LSG Leipziger Auwald aufnehmen

Antrag vom 25.09.2026

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Beschlussvorschlag:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, sich für eine Aufnahme des gesamten Waldes auf dem Flurstück 715/14 (“Capa-Wald”) in das Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald einzusetzen und einen Zeit- und Projektplan für die Anpassung der Schutzgebietsverordnung vorzulegen. 

Alle weiteren Planungen um den Flächenkonflikt von RB Leipzig und Kleinmesse werden unter der Prämisse des Walderhalts geführt und zeigen Maßnahmen auf, wie der Grünverbund an der Stelle erhalten und nachhaltig gestärkt werden kann. 

Begründung:

Die Vorlage VIII-DS-02491 “Sportinfrastruktur von RB Leipzig stärken und Kleinmesse erhalten | Grundsatzbeschluss: Verkauf einer Fläche an der Capastraße” hat eine mögliche Rodung des sogenannten Capa-Waldes zwischen Kleinmessegelände und Capastraße ins Spiel gebracht. 

Dies hat eine große Protestwelle ausgelöst, im Rahmen derer immer wieder auf die herausragende Bedeutung des städtischen Waldstückes für den Biotopverbund zwischen nördlichem und südlichem Auwald sowie seine klimatische Funktion hingewiesen. Die Aufwertung und Aufforstung des heutigen Capa-Waldes im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen in den späten 1990er Jahren geschah genau vor dem Hintergrund, diese Schwachstelle des Auwalds strategisch zu stärken.  

Zählungen des NABU ergaben, dass dort 38 Vogelarten, darunter 23 Brutvogelarten, angesiedelt sind. Die Europäische Wildkatze, Auwaldart des Jahres 2026, ist mit einer Population in der Nordwestaue nachgewiesen. Aufgrund mangelnder Wanderkorridore schafft sie es jedoch nicht in den südlichen Auwald. 

Um die Rodung dieses Stücks Wald an der schmalsten Stelle des Leipziger Auwalds zukünftig zu verhindern, soll die Eingliederung in das direkt angrenzende Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald geprüft werden, um den Biotopverbund zu sichern. 

Dabei ist explizit auch der Waldstreifen im Norden des Flurstücks 715/14 einzubeziehen, dessen Verkauf und mögliche Rodung bei neueren Überlegungen ins Spiel gebracht wurde. 

Bei allen weiteren Planungen um diese Schmalstelle des Auwalds im Gebiet um den Festplatz/Cottaweg/Capastraße sind Maßnahmen aufzuzeigen, die den Biotopverbund erhalten und stärken, wie es das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) dort vorsieht. RB Leipzig sollte über flächensparendes Bauen durch teilweise Stapelung von notwendiger Infrastruktur und Trainingsplätzen nachdenken, wie es Union Berlin mit seinem neuen Trainingszentrum zeigt. Auch die Untertunnelung von Zuwegungen kann Brücken für den Biotopverbund erhalten. 

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