Antrag: Leipzig erinnert an die Pädagogin und Publizistin Maria Grollmuß

Antrag vom 19. Februar 2021

Beschlussvorschlag:

Leipzig erinnert an die Pädagogin und Publizistin Maria Grollmuß. Dazu wird eine künstlerische Gestaltung ausgeschrieben und umgesetzt. Zur Finanzierung werden Partnerschaften gesucht.

Begründung

Die sorbische Pädagogin und religiös-sozial motivierte Publizistin Maria Grollmuß war eine der ersten politischen Journalistinnen und strebte ein Zusammenführen linker katholischer und sozialistischer Kräfte an, dabei auch die Rolle der Frau in der Politik betonend. Ihren aktiven Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime bezahlte sie mit dem Leben. Am 24.4.2021 jährt sich ihr Geburtstag zum 125. Mal.

Im Jahr der sozialen Bewegungen wollen wir an Akteure und Akteurinnen erinnern, besonders für die emanzipatorische Frauenbewegung und die sozialdemokratische Arbeiterbewegung. Am Beispiel der Maria Grollmuß kann die gesellschaftliche Veränderung als Folge sozialdynamischer Prozesse, die Krisen und politische Kontroversen als Ursache hatten, biographisch nachvollzogen werden. Insofern bietet sich eine künstlerische Auseinandersetzung im Rahmen einer Gedenkschaffung ein – ob als Tafel, als Plastik oder als Statue. Als Ort biete sich der Ort der ersten katholischen Bürgerschule an. *

* Die Schule (eingerichtet 1888) befand sich in der Alexanderstraße 35-37 (kriegszerstört / Straßenführung heute völlig anders).

Quellen: https://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/frauen/1000-jahre-leipzig-100-frauenportraets/detailseite-frauenportraets/projekt/grollmuss-maria-karoline-elisabeth-sorbisch-marja-grolmusec/

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