Antrag: Leipziger Bücherspur einrichten

Antrag vom 9. Juni 2022

Beschlussvorschlag:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, zu prüfen, ob es in Hinblick sowohl auf die Erinnerungskultur als auch auf die touristische Attraktivität Leipzigs sinnvoll ist, analog zum Modell der Leipziger Notenspur eine Leipziger Bücherspur (Arbeitstitel) zu entwickeln.

Begründung:

Leipzig war und ist nicht nur Musikstadt, sondern eben auch Buchstadt. Ohne das Buch, die zahlreichen Verlage, Druckereien, Bibliotheken, ohne die vielen berühmten Autorinnen und Autoren, für die Leipzig ein kultureller Dreh- und Angelpunkt war und ist, ohne die Leipziger Buchmesse und ohne die Kultur der Buchhandlungen, überhaupt ohne die Leipziger Lesekultur ist unsere Stadt nicht denkbar. Kurz, Leipzig ist eine Welthauptstadt des Buches und kann daher auf ein reiches Erbe Buchgeschichte zurückgreifen.

„Analog zur Leipziger Notenspur“ bedeutet nicht, dass die Formen der Präsentation mit denen der der Notenspur identisch sein sollen. Denkbar sind in diesem Fall die Nutzung z.B. virtuelle Formen, digitaler Medien, interaktiver Karten (Kompass) etc.

„Stationen“ beispielsweise einer städtischen „Wanderkarte“ reichen von musealen Ausstellungen zum Thema Buch [Werkstattmuseum für Druckkunst, Reclam-Museum, Universitätsbibliothek Leipzig (z.B. Schauraum Papyrus Ebers), aktuelle Ausstellungen und auch Dauerausstellungen in der Deutschen Nationalbibliothek, Haus des Buches usw.] bis hin zu Hinweisen zu ehemaligen und aktuellen Verlagsstandorten, Gedenkorten und Wohnorten berühmter Autorinnen und Autoren.

Eine enge Abstimmung mit z.B. der Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) GmbH und städtischen Einrichtungen wie Stadtgeschichtliches Museum wäre wichtig.

Nicht zuletzt, das aktuelle Ringen um den Bestand der Buchmesse führt deutlich vor Augen, wie wichtig die Pflege der vielfältigen Buchtraditionen in Leipzig ist.

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