Antrag: Smart City Dashboard für Leipzig
Antrag vom 22. August 2025
Beschlusstext
Der Oberbürgermeister wird beauftragt:
- Für die Stadtgesellschaft den Weg zur klimaneutralen und intelligenten Stadt durch eine interaktive Visualisierung verschiedenster Indikatoren dauerhaft, transparent und niedrigschwellig öffentlichkeitswirksam zugänglich zu machen.
- Die Visualisierung der Indikatoren mittels einer interaktiven Webseite auf der Basis des frei verfügbaren Klimadashboards aus Münster umzusetzen.
- Die Indikatoren in einem weiteren Schritt auch in die Leipzig App zu integrieren.
Begründung
Datenvisualisierungen ermöglichen es, komplexe Daten verständlich darzustellen und tiefere Einblicke zu gewinnen, um fundierte Entscheidungen zu treffen sowie Muster und Trends leichter zu erkennen. Die Stadt Leipzig hat bereits viele Dashboards und interaktive Visualisierungen. Mit der Auszeichnung Leipzigs im Rahmen der EU-Mission „100 klimaneutrale und smarte Städte“ kommen weitere Dashboards und Angebote hinzu. Diese Angebote sind in ihrer Ausgestaltung jedoch an konkrete Zielgruppen gerichtet. Durch eine gezielte Visualisierung von Schlüsselindikatoren auf einem Dashboard können diese Angebote niedrigschwellig einem breiteren Publikum bekannt und erfahrbar gemacht werden. Über zusätzliche Information können weitergehende Informationen wie Erläuterungen und Links zu den konkreten Angeboten hinterlegt werden, um Interessierten tiefergehende Informationsmöglichkeiten anzubieten. Bisher sind die vielen interaktiven Angebote über zahlreiche Webseiten verstreut und damit schwierig aufzufinden. Das Smart City Dashboard soll diese Angebote nicht ersetzen, sondern niedrigschwellig als zentraler Einstiegspunkt als eine Art Schaufensterfunktion ergänzen.
Eine Visualisierung der Umsetzungsberichte zum Energie- und Klimaschutzprogramm würde beispielsweise einen weitaus besseren Zugang für die Bürger*innen bieten als ein herkömmlicher PDF-Bericht mit langen Textpassagen. Durch anschauliche Grafiken und Diagramme können komplexe Informationen verständlicher dargestellt werden.
Auf dem Dashboard können die Informationen aus den Umsetzungsberichten zum Energie- und Klimaschutzprogramm, den Berichten zum Energiemanagement, Verkehrsdaten (z.B. Verkehrszählungen, Anzahl zugelassener KfZ, etc.), Anzahl und installierte Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen, oder Daten aus dem Klimasteckbrief des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) anschaulich dargestellt werden. Weitere Visualisierungen und Dashboards befinden sich derzeit im Aufbau und können ebenfalls integriert werden, etwa das Dashboard Ladeinfrastruktur, das Klimadashboard aus dem Amt für Umweltschutz oder dem Energie-Atlas. Perspektivisch können auch Daten zur Umsetzung von Klimawandelanpassungsmaßnahmen in dieser Übersicht dargestellt werden.
Die Stadt Aschaffenburg geht bereits diesen Weg und stellt ein eigenes Smart Data Dashboard bereit. Auch die Stadt Saarbrücken hat ein Smart City Dashboard erstellt, um auf dessen Basis Trends und Entwicklungen aufzuzeigen und dadurch transparente Prozesse und Prognosen für eine schnelle Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
Das Smart City Dashboard soll als offen zugängliches Konzept (Open Source), basierend auf dem Klimadashboard Münster, umgesetzt werden. Der zugrundeliegende Quellcode soll unter einer Open Source-Lizenz auf der Plattform openCode veröffentlicht, gepflegt und weiterentwickelt werden. Im Rahmen des Projekts „Connected Urban Twins“ (CUT) hat die Verwaltung bereits erfolgreich Software über openCode veröffentlicht.
Alle im Smart City Dashboard dargestellten Informationen sollen regelmäßig und zeitnah nach ihrer Erhebung aktualisiert werden. Das betrifft auch die zugrundeliegenden Daten. Insofern sie als Open Data geeignet sind, sollen diese proaktiv, in vollem Umfang und zeitnah nach ihrer Erhebung in maschinenlesbarer Form im Open Data Portal der Stadt Leipzig veröffentlicht werden. Mit der Beschlussvorlage "Ausbau und Weiterentwicklung des Open-Data-Portals Leipzig (ODP-L)" (VII-DS-07325) ist das bereits ämterübergreifend festgelegt.
Das auf Open Source-Technologie basierende Konzept steht nicht nur für Transparenz, sondern auch für eine gemeinschaftliche Nutzung und Weiterentwicklung der Daten. Aus diesem Grund sollten auch die Community-Pflege und die regelmäßige Aktualisierung des Quellcodes aus dem Hauptprojekt in Münster sichergestellt werden.
Das Smart City Dashboard wird Bürger*innen motivieren, sich stärker für eine nachhaltige Zukunft unserer Stadt einzusetzen. Um eine entsprechende öffentliche Wirksamkeit zu erreichen, soll auf das Smart City Dashboard unter leipzig.de prominent und dauerhaft hingewiesen werden.
Neufassung vom 20. November 2025
Beschlussvorschlag
Der Oberbürgermeister wird beauftragt:
- Für die Stadtgesellschaft den Weg zur klimaneutralen und intelligenten Stadt durch eine interaktive Visualisierung verschiedenster Indikatoren dauerhaft, transparent und niedrigschwellig öffentlichkeitswirksam zugänglich zu machen.
- Die Visualisierung der Indikatoren mittels einer interaktiven Webseite auf der Basis des frei verfügbaren Klimadashboards aus Münster leipzig.de umzusetzen.
- Die Indikatoren in einem weiteren Schritt auch in die Leipzig App zu integrieren.
Begründung
Datenvisualisierungen ermöglichen es, komplexe Daten verständlich darzustellen und tiefere Einblicke zu gewinnen, um fundierte Entscheidungen zu treffen sowie Muster und Trends leichter zu erkennen. Die Stadt Leipzig hat bereits viele Dashboards und interaktive Visualisierungen. Mit der Auszeichnung Leipzigs im Rahmen der EU-Mission „100 klimaneutrale und smarte Städte“ kommen weitere Dashboards und Angebote hinzu. Diese Angebote sind in ihrer Ausgestaltung jedoch an konkrete Zielgruppen gerichtet. Durch eine gezielte Visualisierung von Schlüsselindikatoren auf einem Dashboard können diese Angebote niedrigschwellig einem breiteren Publikum bekannt und erfahrbar gemacht werden. Über zusätzliche Information können weitergehende Informationen wie Erläuterungen und Links zu den konkreten Angeboten hinterlegt werden, um Interessierten tiefergehende Informationsmöglichkeiten anzubieten.
Bisher sind die vielen interaktiven Angebote über zahlreiche Webseiten verstreut und damit schwierig aufzufinden. Das Smart City Dashboard soll diese Angebote nicht ersetzen, sondern niedrigschwellig als zentraler Einstiegspunkt als eine Art Schaufensterfunktion ergänzen. Eine Visualisierung der Umsetzungsberichte zum Energie- und Klimaschutzprogramm würde beispielsweise einen weitaus besseren Zugang für die Bürger*innen bieten als ein herkömmlicher PDF-Bericht mit langen Textpassagen. Durch anschauliche Grafiken und Diagramme können komplexe Informationen verständlicher dargestellt werden.
Auf dem Dashboard können die Informationen aus den Umsetzungsberichten zum Energie- und Klimaschutzprogramm, den Berichten zum Energiemanagement, Verkehrsdaten (z.B. Verkehrszählungen, Anzahl zugelassener KfZ, etc.), Anzahl und installierte Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen, oder Daten aus dem Klimasteckbrief des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) anschaulich dargestellt werden. Weitere Visualisierungen und Dashboards befinden sich derzeit im Aufbau und können ebenfalls integriert werden, etwa das Dashboard Ladeinfrastruktur, das Klimadashboard aus dem Amt für Umweltschutz oder dem Energie-Atlas. Perspektivisch können auch Daten zur Umsetzung von Klimawandelanpassungsmaßnahmen in dieser Übersicht dargestellt werden.
Die Stadt Aschaffenburg geht bereits diesen Weg und stellt ein eigenes Smart Data Dashboard bereit. Auch die Stadt Saarbrücken hat ein Smart City Dashboard erstellt, um auf dessen Basis Trends und Entwicklungen aufzuzeigen und dadurch transparente Prozesse und Prognosen für eine schnelle Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
Das Smart City Dashboard soll als offen zugängliches Konzept (Open Source), basierend auf dem Klimadashboard Münster, umgesetzt werden. Der zugrundeliegende Quellcode soll unter einer Open Source-Lizenz auf der Plattform openCode veröffentlicht, gepflegt und weiterentwickelt werden. Im Rahmen des Projekts „Connected Urban Twins“ (CUT) hat die Verwaltung bereits erfolgreich Software über openCode veröffentlicht.
Alle im Smart City Dashboard dargestellten Informationen sollen regelmäßig und zeitnah nach ihrer Erhebung aktualisiert werden.
Das betrifft auch die zugrundeliegenden Daten. Insofern sie als Open Data geeignet sind, sollen diese proaktiv, in vollem Umfang und zeitnah nach ihrer Erhebung in maschinenlesbarer Form im Open Data Portal der Stadt Leipzig veröffentlicht werden. Mit der Beschlussvorlage "Ausbau und Weiterentwicklung des Open-Data-Portals Leipzig (ODP-L)" (VII-DS-07325) ist das bereits ämterübergreifend festgelegt.
Das auf Open Source-Technologie basierende Ein solch offenes Konzept steht nicht nur für Transparenz, sondern auch für eine gemeinschaftliche Nutzung und Weiterentwicklung der Daten. Aus diesem Grund sollten auch die Community-Pflege und der die regelmäßige Aktualisierung der des Quellcodes Daten aus dem Hauptprojekt in Münster sichergestellt werden.
Das Smart City Dashboard wird Bürger*innen motivieren, sich stärker für eine nachhaltige Zukunft unserer Stadt einzusetzen. Um eine entsprechende öffentliche Wirksamkeit zu erreichen, soll auf das Smart City Dashboard unter leipzig.de prominent und dauerhaft hingewiesen werden. Um eine Beteiligung der Stadtgesellschaft zu ermöglichen, soll eine direkte Feedbackmöglichkeit integriert werden.
Verwaltungsstandpunkt vom 04. November 2025
Alternativvorschlag:
Der Oberbürgermeister wird beauftragt,
- für die Stadtgesellschaft den Weg zur klimaneutralen und intelligenten Stadt durch eine interaktive Visualisierung verschiedenster Indikatoren dauerhaft, transparent und niedrigschwellig öffentlichkeitswirksam zugänglich zu machen.
- die Visualisierung der Indikatoren mittels einer interaktiven Webseite umzusetzen.
- die Indikatoren in einem weiteren Schritt auch in die Leipzig App zu integrieren.
Begründung:
zu 1.)
Mit Beschluss des Energie- und Klimaschutzprogramms (EKSP) 2030 wurde die Verwaltung mit dessen Monitoring und Berichterstattung beauftragt. Im Zuge der Einführung des neuen städtischen Corporate Designs und zur Visualisierung der Umsetzungsfortschritte des EKSP 2030 erarbeitet das Referat Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz (RNK) aktuell eine Neustrukturierung des energie- und klimapolitischen Webauftritts unter leipzig.de.
Unter dem Arbeitstitel „Klimaportal“ werden unter der bereits bestehenden Einstiegsseite „Energie und Klima“ auf leipzig.de die städtischen Klimaschutzprämissen und Aktionsfelder neu strukturiert dargestellt. Das „Klimaportal“ hat die Aktualisierung und Umstrukturierung bestehender Informationen im Fokus, wobei die Leserschaft gezielte Informationen zu kommunalen Klimaschutzaktivitäten als auch zu thematisch passenden Beratungs- und Fördermöglichkeiten erhalten soll. Auf den folgenden Unterseiten sind detaillierte Hintergründe zum EKSP 2030, Förderprogrammen/Fachförderrichtlinien, Veranstaltungen und Termine sowie Anregungen für einen klimabewussten Lebensstil vorgesehen.
Ergänzend zu diesem Informationsangebot wird eine Suchmaske zum Umsetzungsstand aller EKSP-Maßnahmen sowie ein Klimaschutz-Dashboard konzipiert. Aufgrund stadtinterner Vorgaben zur Barrierefreiheit und der zwingend zu verwendenden Online-Software ist die Optik des Klimaschutz-Dashboards etwas eingeschränkt. Erst nach dem Relaunch des neuen Corporate Designs für die Stadt Leipzig wird die Veröffentlichung großer Überarbeitungen und somit auch die Veröffentlichung von „Klimaportal“ und Klimaschutz-Dashboard online möglich sein.
Innerhalb des „Klimaportals“ und des Klimaschutz-Dashboards sind thematisch zweck-dienliche und weiterführend Links zu Daten- und Informationsquellen hinterlegt. So entwickelt das Referat Digitale Stadt (RDS) im Rahmen des Projektes EnAct4CleanCities einen öffentlichen Energie-Atlas sowie den sog. Wärmewende-Kompass (Beschlussvorlage: VII-DS-10351).
Zudem erarbeitet das RDS einen öffentlichen Energie-Atlas, welcher zusammen mit der Geodaten Service (GDI) entwickelt und ab dem zweiten Quartal 2026 auf der Landing-Homepage leipzig.de veröffentlicht wird. Darin werden Erneuerbare-Energie-Potenziale (Dach-PV, Geothermie, Wind-Potenziale) und die aktuellen Ausbaustände zu strom-produzierenden EE-Anlagen dargestellt. Ebenso werden die bestehenden Ausbaustände an E-Ladesäulen im Stadtgebiet visualisiert und gemonitort. Der Energie-Atlas wird von da an stetig um neue Datensätze und Funktionalitäten erweitert. Alle veröffentlichten Daten des Energie-Atlas und des Klimaschutz-Dashboards werden im Open Data Portal der Öffentlichkeit zur weiteren Verwendung bereitgestellt. Im „Klimaportal“ wird im Sinne der Transparenz und mit Blick auf die Anfragen der Bürgerschaft ebenfalls eine Weiterleitung zum Energie-Atlas integriert.
Der sog. Wärmewende-Kompass wird vom RDS sowie dem Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung als digitales Beratungstool für Eigentümerinnen und Eigentümer zum Thema der nachhaltigen Gebäudesanierung hinterlegt. Die interessierte Bürgerschaft kann so tiefer und zielgerichteter in die Materie einsteigen.
zu 2.)
Im Rahmen der Berichterstattung zum EKSP 2030 sowie des Klimastadtvertrags zur EU- Mission der „100 klimaneutralen und smarten Städte“ wird geprüft, ob und wie das Monitoring der städtischen THG-Bilanz mit zugehörigen städtischen Maßnahmen des EKSP 2030 sowie Maßnahmen aus Privatwirtschaft, Forschung & Entwicklung sowie Sozialverbänden verbessert und öffentlich visualisiert werden kann.
Neben dem Klimaschutz-Dashboard wird im Rahmen des „Klimaportals“ noch eine Unterseite erarbeitet, die sich dem EKSP 2030 bzw. den zugehörigen Umsetzungs-programmen widmet. Hier werden die Handlungsfelder beschrieben und deren Umsetzungs-stände dokumentiert. Ebenso wird eine interaktive Maßnahmenübersicht per Suchmaske erstellt, in der gezielt nach Maßnahmen und Handlungsfeldern gesucht und sich über deren fachliche Inhalte (Beschreibung, Zeithorizont, Umsetzungstand usw.) informiert werden kann.
zu 3.)
Als ein Teilprojekt des EnAct4CleanCities-Projektes (VII-DS-10351) wird aktuell die Funktion der „Klima Challenges“ in die Leipzig App integriert. Eine Veröffentlichung ist für das erste Quartal 2026 geplant. Es wird geprüft, wie sich die Ergebnisse des Klima-Dashboards darüber hinaus zielführend in die Leipzig App integrieren lassen.