Clubs in Not, auch Leipzig muss handeln

Foto: Martin Jehnichen

Pressemitteilung vom 4. November 2021

Mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung, die am morgigen Freitag in Sachsen in Kraft treten soll, droht den Clubs und Livemusikspielstätten abermals das Aus. So ist vorgesehen, dass ab Freitag auch mit 2G-Optionsmodell Maskenpflicht und Abstand eingehalten werden müssen. Damit sind aber viele Liveveranstaltungen nicht mehr darstellbar. Für die Clubs bedeutet diese Regelung abermals das Aus. Und das in einer Situation, in der viele Clubs und Livemusikspielstätten gerade erst mit wirksamen Hygienekonzepten und strengen Kontrollen geöffnet haben.

Dazu kommt, dass es keine weiteren Ausfallhilfen gibt.

Jürgen Kasek, Stadtrat der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Sprecher der Fraktion für Clubkultur und Livemusik:

"Die jetzige Regelung wirkt existenzgefährdend für die Livemusikspielstätten und Clubs. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die eingeübten Konzepte und auch der Nachweis, dass die Clubs keine Infektionstreiber sind, trotzdem dazu führt, dass abermals die Kultur betroffen ist. Dazu kommt, dass die vorgesehenen Maßnahmen ihre Wirkung verfehlen werden, da sich das Geschehen aus den Clubs in nicht kontrollierbare Privaträume verlagern wird.
Auch die Stadt ist gefordert, hier im Sinne der Kultur nachzuverhandeln und andere Lösungen zu erarbeiten und insbesondere eine nachhaltige Öffnungsperspektive zu ha-ben. Mit der neuen Regelung werden die bisherigen Bemühungen zunichtegemacht, das Vertrauen wird zerstört und vielen Livemusikspielstätten droht das Aus."

Zurück