Das 3-D-Stadtmodell der Stadt Leipzig bei Planungsund Beteiligungsprozessen zur Anwendung bringen!

Foto: Martin Jehnichen

Pressemitteilung vom 25. September 2020

Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat den Antrag „Anwendung von digitalem 3-D-Stadtmodell bei Stadt- und Bauleitplanung“ eingereicht. Die Stadtverwaltung soll vom Stadtrat beauftragt werden, Leipziger*innen in Stadt, Stadtbezirken und Ortschaften künftig vermehrt, transparent und plastisch-visuell mit dem 3D-Stadtmodell über Planungsvorhaben und Datengrundlagen zu informieren.

Ob der Eutritzscher Freiladebahnhof, der Stadtraum Bayerischer Bahnhof, die Westseite des Hauptbahnhofs, das Krystallpalast-Areal, das Areal um die Georg-Schwarz-Brücken, das Bahngelände hinter der Rosa-Luxemburg- bzw. Schulze-Delitzsch-Straße oder der Wilhelm-Leuschner-Platz sowie der Matthäikirchhof: die Darstellung von Bebauungsplänen erfolgt in Leipzig immer noch fast ausschließlich in zweidimensionalen Plänen, obwohl es ein 3-D-Stadtmodell der Stadt Leipzig längst gibt (siehe: https://www.leipzig.de/bauen-und-wohnen/bauen/geodaten-und-karten/3d-stadtmodell/).

Tim Elschner, Stadtrat und stadtentwicklungspolitischer Sprecher und Sprecher für Bürgerbeteiligung der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, weiß aus eigenem Erleben, aber auch aus vielfachen Gesprächen zu Planungs- und Beteiligungsprozessen:

„Dabei und auch bei der Beteiligung von betroffenen Einwohner*innen und Trägern öffentlicher Belange in der gesetzlich vorgeschriebenen Öffentlichkeitsbeteiligung sowie in der Bürger*innen- und Akteursbeteiligung, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgeht, ist eine anschauliche Präsentation und Visualisierung besonders wichtig.“

Auf Basis von 3D-Gebäudemodellen kann die umgebende Bebauung geometrisch exakt visualisiert werden. Geplante Gebäude, Planungsalternativen und planungsrechtliche Festsetzungen lassen sich mit dem 3D-Stadtmodell kombinieren. Auch Präsentationen einzelner Gebäude im LoD3 in einer LoD2-Umgebung sind möglich.

Stadtrat Tim Elschner ist sich sicher:

„Dass die künftigen Georg-Schwarz-Brücken etwa überdimensioniert sind und ob sich der Neubau stadträumlich in die Umgebung einfügen wird, oder ob der Wilhelm-Leuschner-Platz im Geltungsbereich des künftigen Bebauungsplanes doch mehr Bruttogeschossfläche verträgt: die Präsentation des 3D-Stadtmodells würde die Entscheidungsfindung in den meist umfangreichen Abstimmungsprozessen in jedem Falle wesentlich erleichtern. Ebenso gilt dies für die Stadt(teil)entwicklung von kleineren wie größeren Flächen. Aussehen und Wirkung etwa von neuen Gebäuden im Zusammenhang mit bereits vorhandener Bebauung wären realitätsnah und plastischer als in zweidimensionalen Plänen, was insbesondere Nichtfachleuten entgegenkommen würde."

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