Endlich besser für Hitze wappnen!
Amtsblattbeitrag vom 29. August 2026
Foto: Martin Jehnichenvon Chantal Schneiß
Die Hitzewellen dieses Jahr haben gezeigt, dass extreme Temperaturen in Leipzig ein Risiko sind. Für Ältere, chronisch Kranke, Kinder und Menschen ohne kühle Rückzugsorte ist sie ein ernstes Gesundheitsrisiko. In Leipziger Kliniken stieg das Patientenaufkommen, der Rettungsdienst verzeichnete 20 bis 30 Prozent mehr Einsätze. Dehydrierungen, Nierenfunktionsstörungen und akute Bewusstseinsstörungen wurden häufiger behandelt.
Auch die Wirtschaft leidet unter der Hitze. Sie mindert die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer*innen und treibt andererseits die Kosten zum Beispiel für Kühlung, Lüftung und Energie in die Höhe. Gastronomie, Handel und Tourismus traf es besonders. Heiße Straßen und der Straßenbahnausfall hielten Gäste fern. Die Innenstadtfrequenz brach laut City Marketing teilweise um rund die Hälfte ein. Das lehrt uns einmal mehr:
Leipzig braucht mehr als kurzfristige Hitzetipps und Vorsorge vor Ort. Entsiegelung, Schatten, Trinkwasser, ein wirksamer Hitzeschutz und verlässliche Infrastruktur wahren Gesundheit und sichern den Standort. Ebenso wichtig ist aktiver Klimaschutz. Bis heute fehlt ein Klimaschutzbericht, der transparent zeigt, ob die Maßnahmen des Klimaschutzprogramms Leipzigs Beitrag zur Emissionsminderung erreichen und wo wir ggf. nachsteuern müssen.