Erfolg: Rodung des Capi ist vom Tisch

Pressemitteilung vom 18. September 2026

Foto: Martin Jehnichen

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig reagiert erleichtert auf die jüngst bekannt gewordenen Pläne des Oberbürgermeisters, die den vollständigen Erhalt des Waldes an der Capastraße ermöglichen sollen.

Nicole Schreyer-Krieg, Stadträtin und umweltpolitische Sprecherin, erklärt:

„Capi bleibt! Der Protest von Umweltverbänden hat Wirkung gezeigt – wir sind so froh, dass es in dieser Stadt keine Mehrheit für die ursprünglich absurden Pläne gibt und der OBM seine Pläne nachjustieren musste. An der ein oder anderen Stelle hat es ja doch etwas Überzeugungsarbeit gefordert, von den ursprünglich zustimmenden Positionen zur Rodung abzurücken. Die vielen Protestmails und Proteste haben bei den anderen Parteien dann doch gefruchtet. Das zeigt, wie wichtig das zivilgesellschaftliche Engagement ist, um politische Fehlentwicklungen zu korrigieren!“

Tobias Peter, Fraktionsvorsitzender, ergänzt:

„Es ist eine überraschende Wende – zum Guten! Der vollständige Erhalt des Waldes hatte für uns von Beginn an die oberste Priorität in der Gemengelage. Bezüglich des Vorschlags, die Kleinmesse auf die Festwiese zu verlegen, gibt es noch viele Fragezeichen. Wie kann die notwendige Befestigung für Fahrgeschäfte mit den Anforderungen an ein Gartendenkmal vereinbart werden? Wie kann Lärmschutz für die nahegelegene Wohnbebauung gesichert werden? Hier braucht es pragmatische Lösungen.“

Foto: Martin Jehnichen

Mit dem neuen präferierten Vorschlag soll der Festplatz und jetzige Standort der Kleinmesse perspektivisch zu Trainingsflächen für RB werden. Nicole Schreyer-Krieg erklärt: „Eine echte Stärkung des Grünverbunds am Cottaweg, der Schmalstelle des Auwalds, erreichen wir damit nicht. Eigentlich wäre in unseren Augen dort der Natur mehr Raum zu geben, wie es auch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) vorsieht. Insofern sind wir zwar wirklich erleichtert, dass die Rodung des Capa-Waldes vom Tisch zu sein scheint, sehen aber auch die Chancen schwinden an der Stelle den Biotopverbund nachhaltig zu stärken.“

Tobias Peter fordert RB Leipzig auf, bei den Planungen aktiv den Erhalt und die Stärkung des Biotopverbunds zu berücksichtigen: „RB sollte intensiv über flächensparendes Bauen durch teilweise Stapelung von notwendiger Infrastruktur und Trainingsplätzen nachdenken. Union Berlin zeigt mit seinem neuen Trainingszentrum, wie es geht. Auch die Untertunnelung von Zuwegungen kann Brücken für den Biotopverbund schaffen.“

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