Grüne unterstützen „RuDi“ und fordern weiteren Ausbau des Parkraummanagements

Pressemitteilung vom 29. Mai 2020

Der Stadtrat hat in seiner gestrigen Ratsversammlung mit großer Mehrheit der Verwaltungsvorlage zum Förderprojekt „RuDi – Ruhenden Verkehr digitalisieren“ zugestimmt.

Hierzu Stadträtin und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Kristina Weyh:

„Mit dem Beschluss gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Auf- und Ausbau des Parkraummanagements in Leipzig, einer bereits sowohl im Nachhaltigkeitsszenario als auch im Green City Plan festgeschriebenen Maßnahme.
So werden Parksuchverkehre um knappen öffentlichen Raum vermindert, was sich positiv auf Lärmschutz, Luftreinheit und Sicherheit auswirkt. Gerade in unseren zahlreichen dicht bebauten Gründerzeitquartieren ist mangelnder Parkraum ein Alltagsproblem, das alle Menschen vor Ort negativ betrifft, nicht nur die Autofahrenden. Mittels digitalem Parkraummanagement kann der knappe Raum effektiver genutzt werden.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe sind für die Umsetzung als Leipzigs Mobilitätsdienstleister bestens geeignet. Moderne Mobilität ist vernetzt, setzt auf vielfältige Mobilitätsformen und muss flexibel und effizient sein. Am besten gelingt dies aus einer Hand – also mit einer App, die beispielsweis auch anzeigen kann, wo der nächste ÖPNV wann fährt oder welche Alternativen es zur Parkplatzsuche gibt. Denn klar ist: mehr Autos machen unsere ohnehin dicht gedrängten Quartiere weniger lebenswert, da sie den Raum belegen, den wir im Alltag vor der Haustüre zum Aufenthalt viel besser gebrauchen könnten.“

Weiterhin ist die mittelfristige Entwicklung von RuDi hin zu einem Appbestandteil von 'Leipzig mobil', mittels der bewirtschaftete Parkflächen der Stadt Leipzig bezahlt werden können, ein nötiger Schritt in die Zukunft moderner Mobilität. Denn auch an dieser Stelle findet sich der Vernetzungsgrundsatz von Mobilität wieder, wenn man mit einer App alle Mobilitätsformen angeboten bekomme und zugleich mit einer Mobilitätsrechnung bezahlen kann. Stadt und LVB entwickeln mit RuDi so zunächst ein digitales Parkraummanagement und gehen dann einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Parkraumbewirtschaftung. So leistet RuDi einen wertvollen Beitrag für die Ordnung des Ruhenden Verkehrs.

Kristina Weyh weiter: „Ich bin sicher, dass sowohl die Stadt, unsere Stadtgesellschaft als auch die Leipziger Verkehrsbetriebe als unser kommunaler Verkehrsdienstleister von dem Projekt profitieren werden. Klar ist aber auch, dass damit die anstehende wichtige Aufgabe der Ausweitung von Parkraumbewirtschaftung in Leipzig nicht erledigt ist. Vielmehr muss dies gleichzeitig geschehen. Leipzig bewirtschaftet aktuell lediglich zwei Prozent seiner öffentlichen Parkflächen und muss dies dringend in den innenstadtnahen Bereichen ausweiten sowie die erhobenen Parkgebühren zeitgemäß anpassen und vereinheitlichen.

Zurück