Haushaltsantrag 25/26: Finanzierung von Beratungsleistungen für Depressionsbetroffene und Angehörige zum Versorgungssystem und Umgang mit der Krankheit

Beschlussvorschlag:

Das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. wird finanziell unterstützt zur Abdeckung der notwendigen Personal- und Honorarkosten. Dies umfasst 15.000 EUR für 2025 und 35.000 EUR für 2026.

Begründung:

Das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. ist seit 2009 in Leipzig aktiv und engagiert sich für Aufklärung und Entstigmatisierung zu psychischen Erkrankungen - im Fokus steht die Depression-, für Selbsthilfe und Beratung für Betroffene und Angehörige. Im zweiten kommunalen Psychiatrieplan ist es als relevante Organisation benannt.

Die Mittel gehen für den Zeitraum primär in die Abdeckung von notwendigen Personal- und Honorarkosten für die lokalen Beratungsleistungen durch angestellte und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen des Vereins. Die Beratungsleistungen sollen entsprechend des erhöhten Bedarfes ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Verwaltungsstandpunkt vom 9. Januar 2025

Der Haushaltsantrag wird abgelehnt.

Begründung

Beratungsleistungen für Depressionsbetroffene und Angehörige werden bereits in der vorhandenen gemeindepsychiatrischen Versorgungsstruktur entsprechend der Leistungskataloge der Versorgungsverträge mit den freien Trägern und in der Leistungsvereinbarung mit dem SEB abgedeckt. Des Weiteren muss in Anbetracht der Rahmenbedingungen bei der Haushaltsplanung und mit Blick auf die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel eine Priorisierung der Sicherung der störungsunspezifischen (nicht einer einzelnen psychischen Erkrankung betreffenden) Basisversorgung erfolgen. Unbestritten der allgemein hohen Bedarfe an psychosozialer Beratung kann dem Antrag daher nicht entsprochen werden.

Beschluss der Ratsversammlung am 12. März 2025

Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

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