Matthäikirchhof wieder offen

Amtsblattbeitrag vom 12. September 2026

Foto: Martin Jehnichen

von Katharina Krefft

Der Matthäikirchhof soll „Ort der gelebten Demokratie“ werden – und bis der zentrale Neubau eines Stasi-Unterlagen-Archivs in unbestimmter Zukunft kommt, bekommt die von uns vorgeschlagene Zwischennutzung mehr Raum!

Im Beteiligungsprozess wurde in der Urbact local Gruppe ein Kultur- und Bildungszentrum (KuBZ) skizziert. Mit dem KuBZ sollen niedrigschwellig gesellschaftspolitische Themen verhandelt sowie kulturell und alltagsnah Freiheit und Teilhabe sichtbar werden. Und so lautet auch der Dezember-Beschluss des Stadtrates zum Konzeptverfahren Matthäikirchhof. Im leergezogenen Gebäude hat es seither mehrfach gebrannt, der Ort wurde zum Schutz abgeriegelt. Zur notwendigen Videobeobachtung wurde das Areal auch mit Bauzäunen umstellt und Zugänge verschlossen. Dabei gibt es von Wächterhäusern über Feinkost bis Tapetenwerk Vorbilder für die In-Nutzung leerer Gebäude, genau das mahnte vor dem Sommer auch der Bund der ArchitektInnen (BDA). Unsere Anfrage brachte Bewegung. Denn Nutzung ist Schutz, sie ermöglicht soziale Kontrolle und sichert das Areal gegen Vandalismus. Statt das leere Areal abzuriegeln, muss mehr Tempo in die Zwischennutzung kommen! Schauen Sie beim Mehrwert-Festival vom 11.-13. September vorbei und erleben, was hier sein könnte!

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