Rede von Kristina Weyh am 1. Juli zum Antrag "Endlich Alternativen zum Ersatz der agra-Brücke planen!"
Foto: Martin Jehnichen- es gilt das gesprochene Wort -
Sehr geehrter Oberbürgermeister,
werte Bürgermeister*innen und Kolleg*innen,
liebe Gäste,
wir stehen von Beginnen an als Bündnisgrüne Stadtratsfraktion hinter den Forderungen des Offenen Briefs der Kulturstiftung Leipzig und all den dortigen Unterzeichner*innen.
PRO agra-Park e.V., Bürgerverein Dölitz e.V., Oberbürgermeister der Städte Leipzig und Markkleeberg, Landrat des Landkreises Leipzig, Architektenkammer Sachsen, Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Landesverband Sachsen e.V., Bundesstiftung Baukultur, Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung e.V. Landes-
gruppe Mitteldeutschland, Leipziger Denkmalstiftung, Leipziger Jahresausstellung e.V. , Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. , Pro Leipzig e.V. , Universität Leipzig, Botanischer Garten, iDiv, Förderverein der Leipziger Denkmalstiftung e.V., Industriekultur Leipzig e.V., Netzwerk Stadtforen Mitteldeutschland, Stadtforum Leipzig.
Hier wird man sozusagen erschlagen von Fachexpertise, die nicht erst seit März 2026 sondern seit Jahrzehnten konkret fordert, diese Bausünde im Agrapark bei einer Erneuerung zu beseitigen und eine für den Park verträgliche Lösung zu bauen.
Dem schließen wir uns weiterhin uneingeschränkt an.
Dieser Liste können wir nun ebenfalls den Leipziger Stadtrat ergänzen, das wäre vollkommen richtig.
Mehr ist es aber auch nicht als eine klare Position und Willensbekundung des Stadtrates.
Denn gehandelt werden muss endlich in Dresden, da gehört das Thema hin und dort ist es nun ja endlich angekommen.
Die Landesregierung muss sich dem stellen und vor allen Dingen das Ministerium für Infrastruktur muss sich dieser Aufgabe stellen, die seit Jahrzehnten bekannt ist.
Denn die heutige Erkenntnis ist doch, dass das Ministerium den Ersatz der Agrabrücke nie ernsthaft bearbeitet hat und nun Tatsachen schaffen will die jeder Beschreibung spotten.
Insofern ist es richtig, dass wir hier laut sind und Vernunft einfordern und uns nicht von vermeintlichen Totschlagargumenten ruhig stellen lassen.
Denn bei ernsthafter fachlicher Betrachtung ist das Ganze wohl doch nicht alternativlos.
Und das ist doch das Problem: weder Brücke noch Trog sind geklärt, einfach weil es nie geklärt wurde.
Die Gründung der Ersatzbrücke ist nicht klar, die Dauer der Ersatzneubaus ebenfalls nicht.
Die Bauzeitszenarien variieren deutlich ebenso wie weitere Faktoren.
Es ist eine Frechheit, wie es sich die Staatsregierung einfach machen will.
Dem stellen wir uns klar entgegen.