Rede von Kristina Weyh am 30. September 2026 zum Modellprojekt Abfräsen von Kopfsteinpflaster
Foto: Martin Jehnichen- es gilt das gesprochene Wort -
Sehr geehrter Oberbürgermeister, werte Bürgermeister*innen, liebe Kolleg*innen und Gäste,
wir möchten diesem Antrag gern zustimmen, da das Abfräsen von Kopfsteinpflaster tatsächlich eine sehr gute Option ist, um das Kopfsteinpflaster zu erhalten und die Sicherheit zu gewährleisten.
In der aktuellen Haushaltskrise und vor dem Hintergrund der nachhaltigen Mobilistätstrategie und ihrer Maßnahmen, sind neue Aufgaben, gar Pilotprojekte, schlicht im Moment nicht einordbar.
Wir würden immer mehr Maßnahmen beschließen, die sich in die längst beschlossenen Maßnahmen und Umsetzungen einfügen müssten, das ist am Ende ja Quatsch, wenn wir uns Dinge vornehmen, die schlicht aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden können. Oder auf Grund der Masse an Aufgaben nicht abgearbeitet werden können.
Nun kommt jedoch das ABER, warum wir in diesem Fall zustimmen können.
Denn ein erstes Pilotprojekt, ich würde hier jedoch durchaus kleiner sein wollen und es eher Erprobung oder Erfahrung sammeln nennen wollen, sollte schlicht innerhalb sowieso kommender Maßnahmen umgesetzt werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sprich es baulich und finanziell sinnhaft ist.
Wir haben damit die Möglichkeit, Ressourcen zu erhalten anstatt wegzuschmeißen.
Wir können den Belangen des Denkmalschutzes entsprechen.
Und wir können ausprobieren, ob wirklich ganze Straßenräume gefräst werden müssen, oder ob Radstreifen ausreichen oder eben Streifen für zu Fuß gehende.
Wir freuen uns, wenn Leipzig das technische Instrument des Abfräsen des Kopfsteinpflasters für eine höhere Barrierefreiheit wo möglich und sinnvoll in der Zukunft anwendet.