Rede von Sylvia Herbst-Weckel am 24. September 2025 zum Antrag "Handballstandort Leipzig attraktiver machen! Harzverbote aufheben!"

Foto: Martin Jehnichen

- es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, werte Bürgermeister*innen, liebe Kolleg*innen, Zuschauer und Gäste,

Handball ohne Haftmittel – das ist auf hohem Niveau schlicht nicht denkbar. Wer einmal gesehen hat, wie Nachwuchstalente oder Profis mit Harz trainieren, weiß: Es geht um Präzision, Spielqualität und faire Chancen im Wettkampf.

Leipzig hat mit dem HCL eine große Handballtradition. Auch der SC DHfK als Bundesligist zeigt, wie stark der Standort ist. Unsere Vereine sind erfolgreich, sie bringen Talente in die Spitze – und mit dem HCL geht es bald hoffentlich zurück in die erste Liga. Wenn wir diese Entwicklung unterstützen wollen, müssen wir auch die Trainingsbedingungen verbessern.

Andere Städte machen es längst vor: Dort funktioniert die Haftmittelnutzung problemlos, auch weil Vereine Verantwortung übernehmen. Genau dieses Entgegenkommen erleben wir auch hier. Viele Vereine sind bereit, eigene Reinigungsmittel zu kaufen und selbst dafür zu sorgen, dass Harzflecken abends entfernt werden. Damit wird sichergestellt, dass der Schulsport am nächsten Tag nicht beeinträchtigt ist. So können faire Bedingungen geschaffen werden, ohne dass die Kommune allein belastet wird.

Nach Abschluss gibt es eine Evaluation: Spielqualität, Reinigungsaufwand, Akzeptanz und Kosten. Dann entscheiden wir gemeinsam.

Damit verbinden wir drei Dinge: gute Nachwuchsarbeit stärken, Schulsport schützen und verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. Leipzig darf hier nicht länger zurückstehen.

Darum stimmen wir dem Verwaltungsstandpunkt zu. Vielen Dank.

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