Sicher schwimmen lernen in der Grundschule - Bündnisgrüne verlangen strukturelle Reformen
Pressemitteilung vom 25. März 2026
Foto: Martin JehnichenDer zentrale Ansatzpunkt bleibt der Grundschulbereich. Hier müssen die Voraussetzungen so verlässlich gestaltet sein, dass alle Kinder die grundlegenden Schwimmfähigkeiten erwerben können. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung, dass bestehende Lücken bislang nicht ausreichend geschlossen wurden. Für Schülerinnen und Schüler, die dieses Ziel nicht rechtzeitig erreichen, braucht es verbindliche und passgenaue Unterstützungsangebote – auch an weiterführenden Schulen.
In der Verantwortung sieht die bündnisgrüne Fraktion dabei ausdrücklich auch das Landesamt für Schule und Bildung. Es muss die strukturellen Rahmenbedingungen so setzen, dass eine Schwimmfähigkeit bis zum Ende der Grundschulzeit realistisch erreicht werden kann. Der Aufwand für den Weg zur Schwimmhalle darf nicht zulasten von Schwimmzeiten gehen. Die Lehrpläne müssen das Schwimmlernziel klar festschreiben und mit den entsprechenden zeitlichen wie personellen Ressourcen berücksichtigen. Wenn dieses Ziel verfehlt wird, dürfen die Folgen nicht einseitig auf kommunaler Ebene abgefangen werden.
Zugleich richtet sich der Blick auf die städtische Finanzpolitik. Einschnitte bei zentralen Bildungs- und Sicherheitsaufgaben verlangen eine klare Gegenprüfung auf der Einnahmeseite.
Sylvia Herbst-Weckel, Stadträtin und sportpolitische Sprecherin der Fraktion:
„Die Haushaltslage ist schwierig und Prioritätensetzungen sind notwendig. Für uns ist dabei entscheidend, dass jedes Kind sicher schwimmen lernen kann. Gerade deshalb muss der verlässliche Schwerpunkt beim Schwimmenlernen im Grundschulbereich liegen. Schwimmen ist keine Nebensache, sondern eine grundlegende Kompetenz für Sicherheit und Teilhabe. Solange vorhandene Spielräume zur Verbesserung der Einnahmesituation nicht konsequent genutzt werden – von denen die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN seit Monaten mehrere vorgeschlagen hat – dürfen keine Einsparungen im Bildungs- und Präventionsbereich vorgenommen werden.“
Anna Lisa Möbius, Stadträtin und schulpolitische Sprecherin der Fraktion:
„Das Landesamt für Schule und Bildung muss dafür sorgen, dass die Bedingung gegeben sind, dass Kinder bis zum Ende der Grundschule schwimmen können. Wo das nicht gelingt, braucht es gezielte Unterstützung, transparente Kommunikation, und tragfähige Lösungen. Gleichzeitig erwarten wir von der Kämmerei, dass sie sich notwendigen Einnahmeverbesserungen nicht entzieht. Solange sich die Verwaltungsspitze dieser verweigert, werden wir Kürzungsdiskussionen bei der Sicherheit von Kindern kategorisch ablehnen.“