Starke Schulen statt Repression

Amtsblattbeitrag vom 14. März 2026

Foto: Martin Jehnichen

von Anna-Lisa Möbius

Mehrere Fälle von Jugendkriminalität bewegten zuletzt die Öffentlichkeit. In dem Zusammenhang wurde konsequent repressives Handeln der Behörden verlangt. Das Jugendamt hingegen hat aus unserer Sicht besonnen und mit klarem Blick die sozialpädagogisch richtigen Schritte zur Deeskalation in die Wege geleitet. Schulabstinenz und Jugendkriminalität mit Ordnungsgeldern oder Verweisen zu begegnen, offenbart nur die Überforderung des staatlichen Bildungssystems. Stattdessen braucht es eine Stärkung präventiver und sozialpädagogischer Angebote und Maßnahmen – vor allem eine Stärkung des Systems Schule und der Zusammenarbeit aller relevanten Akteure. Mit dem Haus des Jugendrechts zeigt sich bereits eine stark etablierte Kooperation zwischen Polizei, der Jugendgerichtshilfe und dem Jugendamt. Gleichermaßen braucht es auch eine stärkere Verzahnung von Bildungs- und Sozialarbeit. Um Lehrkräfte mit den vielfältigen und gewachsenen gesellschaftlichen und sozialpädagogischen Herausforderungen nicht allein zu lassen, sind bessere Personalschlüssel in Kitas und der Schulsozialarbeit und mehr jugendpsychiatrische Angebote nötig. Wir fordern weiter multiprofessionelle Teams an Schulen, die gemeinsam zielgerichtet und vernetzt helfen, auf die vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren zu können.

 

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