TrashToGo: Wer zahlt für den Müll?

Amtsblattbeitrag vom 9. Mai 2026

Foto: Martin Jehnichen

Von Nicole Schreyer-Krieg, stv. Fraktionsvorsitzende

Die Verwaltung hat als Antwort auf die Forderung nach einer Steuer auf Einwegverpackungen eine „Mehrwegoffensive“ vorgelegt - worin eine solche Steuer keine Rolle spielt.

Der Kämmerer präsentierte ideenlose Maßnahmen, die schon längt Praxis sind: sowohl die Mehrwegangebotspflicht als auch Projekte wie „Allerlei to go“, die auf einen freiwilligen Wechsel auf Mehrweg setzten. Die bisherigen Erfahrungen sind eindeutig: freiwillige Angebote sind wichtig, reichen aber für eine relevante Müllreduktion nicht aus. Den entscheidenden Unterschied macht am Ende die Verpackungssteuer. Die Vorteile liegen auf der Hand:

wer Verpackungsmüll produziert, der die Müllkörbe füllt oder im Park landet, zahlt auch dafür. Bislang wird die Beseitigung aus Steuergeldern finanziert. Wichtig: damit wird Essen nicht automatisch teurer – wer Mehrweg nutzt oder eigenes Geschirr mitbringt, zahlt genauso viel wie vorher. Und in Zeiten eines angespannten Haushalts können wir mit den Einnahmen die Reinigungsaufgaben finanzieren.

Andere Kommunen wie Tübingen und Konstanz zeigen bereits, wie es geht: Mehrweg ist das neue „Normal“, es gibt weniger Müll und eine enge Zusammenarbeit mit den Gastrobetrieben steigert die Akzeptanz. Was jetzt nur noch fehlt, ist Mut!

 

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