Wärmeplanung ist Grundstein für Bezahlbarkeit und Dekarbonisierung
Pressemitteilung vom 26. Mai 2026
Foto: Martin JehnichenAm Donnerstag soll in der Fortsetzungssitzung der Ratsversammlung der Leipziger Wärmeplan beschlossen werden. Bereits im Jahr 2021 hatte unsere Fraktion dazu den Anstoß gegeben, dem der Stadtrat im Februar 2022 folgte.
Nicole Schreyer-Krieg, Stadträtin und energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion, erklärt dazu:
„Wir freuen uns, dass Leipzigs Wärmeplan jetzt vorliegt. Die Verwaltung, die L-Gruppe und die LWB haben Hand in Hand gearbeitet, um die beste Versorgungsvariante für jedes Viertel zu erstellen. Damit wird eine zentrale Grundlage gelegt, unsere Wärmeversorgung zu dekarbonisieren. Wir sehen aktuell wieder die Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Ziel des Wärmeplans ist es, die Heizkosten für die Leipziger*innen so gering wie möglich für die Zukunft zu halten. Eigentümer*innen bekommen so mehr Klarheit, welche Optionen für ihr Gebäude zur Verfügung stehen.“
Auf waerme-fuer-leipzig.de kann der aktuelle Stand der Wärmeplanung eingesehen werden. Während für viele Stadtteile der Fernwärmeausbau klar in Aussicht steht, sind manche noch Prüfgebiete oder werden zur dezentralen Versorgung vorgeschlagen.
Nicole-Schreyer-Krieg ergänzt dazu: „Es ist klar, dass der Wärmeplan ein erster Schritt ist. Die Fortschreibung muss dann mehr Klarheit für die Prüfgebiete bringen. Eigentümer*innen in dezentralen Versorgungsgebieten brauchen gute Beratung und dürfen nicht allein gelassen werden. Alle Anwohnenden, die von Änderungen oder Baumaßnahmen betroffen sind, müssen gut informiert und mitgenommen werden.“
Der Beschluss zum Wärmeplan fällt in eine Zeit der Verunsicherung durch Gesetzesvorhaben der Bundesregierung. Mit dem Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz, das in weiten Kreisen als verfassungswidrig eingestuft wird, fehlt der klare Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.
„Das darf uns auf keinen Fall dazu veranlassen, jetzt wankelmütig zu werden. Erneuerbare Energien sind die Zukunft – das ist die Lektion aus den Krisen der letzten Jahre. Nur so können wir eine unabhängige und bezahlbare Energieversorgung stemmen. Wer weiter auf Öl und Gas setzt, treibt Mieter*innen langfristig in die Kostenfalle“, ergänzt Schreyer-Krieg. „Neben der Wärmeplanung müssen wir natürlich auch die klimaneutrale Wärmeerzeugung voranbringen. Mit der geplanten Abwärmenutzung aus Leuna und der im Juni in Betrieb gehenden Solarthermie Lausen geht Leipzig hier wichtige Schritte“, so Nicole Schreyer-Krieg abschließend.