Auf Glyphosat verzichten!

Foto: Martin Jehnichen

Amtsblattbeitrag vom 9. Dezember 2017

von Dr. Gesine Märtens

Die Bundesregierung möchte die neuerliche EU-Zulassung von Glyphosat durch den Al-leingang von Minister Schmidt (CSU) wie einen Politikunfall aussehen lassen. Diese Zustimmung hat Methode, wie anderswo die Leugnung des Klimawandels. 2016 hat der deutsche Konzern Bayer Monsanto geschluckt. Seitdem ist Glyphosat ein deutscher Exportschlager und die Bundesregierung setzt die Interessen des Großkonzerns vor den Schutz von Mensch und Natur. Die Stadt Leipzig hat sich auf Antrag meiner Fraktion schon 2015 zum Ausstieg aus dem Pestizideinsatz bekannt. Es gibt gewichtige Gründe in unseren Stadt- und Kleingärten ebenso zu verzichten. Glyphosatverseuchte Pflanzen enthalten z. B. weniger Spurenelemente, wie Mangan, Kobalt und Zink. Glyphosat zerstört die sensiblen Milchsäurebakterien, die wir zur Verdauung benötigen. Und Glyphosat schädigt den Orientierungssinn von Bienen und Insekten, sie  sterben. Deswegen verhungern dann in Kleingärten bis zur Hälfte der Jungvögel. Wir bestimmen den Weg an der Kasse. Je mehr Biolebensmittel wir kaufen, desto stärker wird der Ökolandbau und desto weniger Herbizide verseuchen unsere Umwelt. Der Weg zu einer pestizidfreien Kommune ist durch die Entscheidung von Minister Schmidt länger geworden, aber gehen werden wir ihn dennoch.

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