Braunkohleausstieg - sozial verträglich

Foto: Martin Jehnichen

Amtsblattbeitrag vom 22. Dezember 2018

Norman Volger, Fraktionsvorsitzender

Wer hätte das für möglich gehalten, als der Stadtrat vor gut einem Jahr die Stadtwerke beauftragt hat, eine Strategie zum Ausstieg aus der Braunkohlefernwärme für Leipzig zu erstellen? Doch es ist möglich und das sogar schneller als wir dachten - bis 2022. Die Aufregung ist gewiss groß: Geht das wirklich? Ja, und auch noch mit Vorteilen für Leipzig. Die Fördermittelkulisse ermöglicht es, neue Kraftwärmekopplungsanlagen zu bauen, ohne dass für die Leipzigerinnen und Leipziger die Wärmekosten steigen, im Gegenteil. Gewinne, die derzeit noch vom Kraftwerk Lippendorf nach Tschechien fließen, werden zukünftig bei den Leipziger Stadtwerken verbleiben und den Fahrpreis der LVB subventionieren. Allen die jetzt aufschreien und von Steuergeldverschwendung für die neuen Kraftwerke sprechen, sei gesagt: auch die Braunkohle ist mit Steuergeldern subventioniert. Vor dem kommenden, bundesweiten Kohleausstieg muss sich Leipzig ohnehin zwingend von Lippendorfs Wärme aus Braunkohle unabhängig machen! Lippendorf ist eines der schmutzigsten Kraftwerke Europas und nur die aktuelle Fernwärmeversorgung Leipzigs macht das Werk rentabel. Von eigenen, neuen Gaskraftwerken versprechen wir uns nicht nur eine sauberere Energie, sondern auch eine gesicherte Wärmeversorgung.
 

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