Familienfreundliche Kinderbetreuung!

Foto: Martin Jehnichen

Amtsblattbeitrag vom 24. Februar 2018

Von Michael Schmidt, Stadtrat
 
Erst letztes Jahr wurde auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Reduzierung der prozentualen Beteiligung der Eltern an den Kosten für die Kinderbetreuung in Kitas, Horten und der Kindertagespflege beschlossen. Nur ein Jahr später will die Stadtspitze nun den Eltern wieder das gesetzlich mögliche Maximum abverlangen. Das würde eine deutliche Erhöhung der Elternbeiträge bedeuten. Wir lehnen diesen falschen Weg ab.
Gerade die laut tönenden Politiker von CDU und SPD müssen in ihrer Koalition im Freistaat dafür Sorge tragen, dass sich das Land, statt sich auf Kosten der Kommunen zu entschulden, viel stärker als bislang seiner Verantwortung stellt und seinen Anteil an den Kinderbetreuungskosten endlich erhöht. Man kann nicht auf kommunaler Ebene schimpfen und in Regierungsverantwortung auf Landes- und Bundesebene mit den Schultern zucken. Immer mehr Bundesländer zeigen ihren Willen zu einer kostenfreien Kinderbetreuung. In Sachsen scheint das mit der aktuellen Regierung undenkbar. Familienfreundlichkeit geht anders!
Z. B. eben auch, wie von uns aktuell eingefordert, umgehend ein funktionierendes Vertretungssystem für die Kindertagespflege zu etablieren, um bei Krankheit der Tagesmütter/-väter eine gesicherte Kinderbetreuung zu haben.

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