Infrastruktur nutzen statt ausbauen

Foto: Martin Jehnichen

Amtsblattbeitrag vom 30. September 2017

von Daniel von der Heide

Seit kurzem kursieren wieder die ganz alten Verkehrskonzepte vom Ausbau des Mittleren Rings und dem Ausbau der Brückenstraße durch den Auwald. Man muss sich aber mal vor Augen führen, dass die Stationen im Citytunnel dreimal so lang sind wie die S-Bahnen, die darin fahren und dass es seit Jahren keine neuen Park&Ride Parkplätze geschaffen wurden, von Bike&Ride Anlagen gar nicht zu reden. Dabei hat die IHK-Studie deutlich vor Augen geführt, welch großes Potential an Pendlern, die bisher noch nicht mit dem ÖPNV fahren, besteht. Man könnte jetzt fortführen mit fehlenden Radschnellwegen, die sich vage am Horizont abzeichnen oder einer konsequenten Förderung von Carsharing durch Umsetzung der Möglichkeiten des neuen Gesetzes und all den Konzepten zur Förderung des Umweltverbundes die endlich wirklich angegangen und umgesetzt werden müssten. Diese würden viel schneller und viel billiger zu mehr Mobilität führen, als der Versuch, die Verkehrsprobleme durch mehr Straßen zu lösen. Dies würde nur zu mehr Stau, mehr Lärm und mehr Luftverschmutzung führen. Stattdessen müssen wir die vorhandene Infrastruktur erhalten und vor allem effektiver nutzen: durch den Umweltverbund aus Fuß-, Rad- und öffentlichem Personennahverkehr.

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