Problem wird nur verschoben

Foto: Martin Jehnichen

Amtsblattbeitrag vom 6. Mai 2017

von Daniel von der Heide
 
Mit der Sperrung der Harkortstraße für Fahrzeuge über 3,5 t wird das Problem nun vor allem auf die Karl-Tauchnitz-Straße verlagert, weil dort aufgrund anderer baulicher Gege-benheiten die Stickstoffkonzentration nicht ganz so hoch erwartet wird. Das Problem der Schadstoffemissionen wird jedoch dadurch kein Stück geringer. Das kann so nicht befriedigend sein. Aufgrund des fehlenden, aber lange überfälligen aktualisierten Luftreinhalteplanes wird nun kurzfristig eine Einzelmaßnahme umgesetzt, ohne die Probleme im Rahmen eines Gesamtkonzeptes gesamträumlich angehen zu können. Letztlich wird aber auch der Luftreinhalteplan bzw. das Konzept zur Entlastung der Harkortstraße nur an den Symptomen herumdoktern. Das eigentliche Problem sind die Schadstoffemissionen des motorisierten Individualverkehrs. Diese würde man tatsächlich senken, statt sie nur möglichst geschickt zu verlagern, indem weniger Auto gefahren wird bzw. indem die Autos weniger Emissionen ausstoßen. Für letzteres würden weitere Beschränkungen wie die Blaue Plakette sowie die konsequente Förderung des Umweltverbundes und der Elektromobilität helfen, für ersteres auch ein stärkeres Bewusstsein für die Probleme, die durch den Autoverkehr verursacht werden.

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