Waldfrieden oder Streitwald?

Foto: Martin Jehnichen

Amtsblattbeitrag vom 25. März 2017

von Norman Volger, Fraktionsvorsitzender

Im Winter wurden im kommunalen Leipziger Wald,  u. a. in der „Nonne“ in Schleußig, im Stötteritzer Wäldchen und im Rosental, größere Baumbestände gefällt. Diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem bundesweiten Eschen-triebsterben und dem langfristigen Waldentwicklungskonzept, das den Schutz der ökologischen Vielfalt in den Waldge-bieten zum Ziel hat. Viele Bürger*innen äußern sich kri-tisch zu den Maßnahmen des Stadtforstes und formulieren das berechtigte Interesse am Erhalt der Erholungsfunktion und der Ästhetik des Waldes. Umweltbürgermeister Rosenthal betonte in der letzten Ratsversammlung auf unsere Nachfrage, dass die Eschenbestände nicht prophylaktisch, sondern nur bei Pilzbefall gefällt würden. Da auch der ökologische Waldumbau weitergehen wird, fordert unsere Fraktion, in Zukunft immer vor Holzeinschlägen vor Ort Informationsveranstaltungen anzubieten. Diese sollen Gelegen-heit geben, das forstfachliche Tun zu hinterfragen und die Menschen vom ökologischen Mehrwert des Waldumbaus zu überzeugen. Auch fordern wir unseren Beschluss endlich umzusetzen, Erlebnispfade mit Schautafeln zu den Zielstellungen und den Projektstufen des Waldumbaus einzurichten! Den Leipzigerinnen und Leipzigern ist ihr Wald wichtig, also lasst uns darüber ins Gespräch kommen!

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