Mach mit beim Leipzig-Cup!

Grafik: Schwarwel

320 Tausend pro Stunde
7,6 Millionen pro Tag
2,8 Milliarden pro Jahr
Unvorstellbar viele Coffee to go - Becher landen alleine in Deutschland im  Müll.
Müllvermeidung geht uns alle an. Hilf mit!

Leipzig grüner machen!

Coffee-to-go ist aus dem Alltag unserer Stadt nicht mehr wegzudenken.
Wir denken, das geht auch mit Mehrwegbechern.
Weltweit ändert sich das Mitdenken auch bei diesem Lifestyle und wir wollen, dass Leipzig mitgeht.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Leipzig hat einen Antrag eingebracht, damit die Stadtverwaltung initiativ wird und gemeisam mit dem BUND e. V. auf die Leipziger Gastronomie und Bäckereien zugehen soll für die Einfühung eines Leipziger Mehrweg-Bechers im Pfandsystem für Coffee-to-go.

Facts:
Nutzt man Einweg-to-go-Becher entsteht leider unglaublich viel Abfall. Sie belasten die Umwelt erheblich, denn für die Herstellung werden wertvolle Rohstoffe wie Wasser, Holz und Erdöl gebraucht, für eine Nutzungsdauer von hochgerechnet ungefähr 10 Minuten pro Becher. Die Becher sind nicht recyclebar, da die verwendeten Materialien vor allem aus Polystyrol oder aus fest miteinander verschweißter Pappe mit Kunststoff bestehen. Die Einwegbecher überlasten die Abfallkörbe und belasten in Leipzig die allgemeinen Abfallgebühren, da die Entsorgung über die Straßenreinigungs – oder Abfallbeiträge von Allen bezahlt werden muss.
Coffee-to-go mit Einwegbechern ist umweltschädlich!

Dazu entstehen von diesen Bechern in der Summe unfassbar großen Mengen vermeidbaren Mülls aus tagtäglicher Sorglosigkeit. Geschätzte 320.000 Coffee-to-go-Einwegbecher landen durch diesen Lifestyle jede einzelne Stunde, bzw. 2,8 Mrd. im Jahr, deutschlandweit im Müll.

Ein Pappbecher hat eine Lebensdauer von circa 10 Minuten, Mehrwegbecher halten dagegen Jahre und bieten auch als Kaffeebecher etliche Vorteile gegenüber Pappbechern! Etliche Kaffeeliebhaber und -liebhaberinnen machen es vor, sie sind umweltbewusst mit ihrem eigenen, persönlichen Thermobechern als Mehrwegvariante unterwegs. Dafür bieten Ketten oder auch Kaffeeröstereien für Kunden die sich ihren Kaffee in einen eigenen Becher füllen lassen, einen Preisnachlass im Sinne des Umweltschutzes an.

Die Stadt Leipzig hat sich in der Vergangenheit auf unsere Anfrage vom 23.11.2015 „Umweltschutz leben - Müllaufkommen durch Einwegbecher in Leipzig reduzieren“ schon dazu geäußert, dass es Gespräche insbesondere mit Bäckereiketten und Systemgastronomieanbietern gebe. Somit bestehen schon Gesprächsebenen, auf denen über eine Kooperation für eine Selbstverpflichtung verhandelt werden kann. Im eigenen Interesse, um das Erscheinungsbild des öffentlichen Raumes zu verbessern und um das Müllaufkommen zu reduzieren sollte die Stadt Leipzig, bzw. die Stadtreinigung Leipzig, diese Kooperation und die öffentliche Kampagne anschieben und ggf. finanziell in Vorleistung gehen. Die Becher sollten künstlerisch mit einem Leipzig-Motiv gestaltet werden und so auch dem Leipzig-Marketing zur Verfügung stehen. Über diese Wege in Verbindung mit einem Pfand-/Kaufsystem sollten sich erste notwendige Anschub- und Investitionskosten schnell refinanzieren.

Vorbild für Leipzig kann Freiburg im Breisgau sein, die Stadt hat sich am 21.11.2016 zur Einführung eines Freiburg-Cups erklärt. Dieser wird für einen Pfand von 1,- € ausgegeben und kann in den teilnehmenden Filialen zurückgegeben, bis zu 400 Mal gespült und so wieder- bzw. weiterverwendet werden, was Einsparungen bei Wasser, Papier und Energie zur Folge hat. Auch aus Hamburg, Berlin und Braunschweig sind uns ähnliche Projekte bekannt.

Grafik: Schwarwel

Hier ein Artikel von Radio Jump zur Thematik