Grüne beantragen Kommunikationskonzept für den Auwald

Foto: Martin Jehnichen

Pressemitteilung vom 6. Dezember 2019

Die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN hat einen Antrag zur Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes für den Leipziger Auwald auf dem Weg gebracht. Unter anderem wird darin gefordert, dass die Stadt jährlich zur Begleitung der Maßnahmen im Wald mindestens zwei Bürger*innenversammlungen durchführen soll, in denen die Maßnahmen vorgestellt und Hinweise von Bürger*innen aufgenommen und in die laufenden Planungen integriert werden.

„Die Diskussionen rund um den aktuellen Forstwirtschaftsplan zeigen, dass sehr viele Menschen Anteil an der Entwicklung des Waldes nehmen und ein berechtigtes Interesse auf Mitsprache und Information äußern. Deswegen ist eine umfassende und transparente Aufklärung über die Maß-nahmen, deren Bedeutung und deren Grundlage grundsätzlich vonnöten“, so Jürgen Kasek, Stadtrat und umweltpolitischer Sprecher der Fraktion.
Mehr als 300 Anschreiben zum Forstwirtschaftsplan sind alleine bei der Fraktion eingegangen.

Jürgen Kasek: „Das große Interesse der Bürger*innen an der Entwicklung des Waldes und der Natur ist vor allen Dingen auch eine Chance für die Stadt und für den Schutz der Natur.

Gerade anhand der aktuellen Diskussion, in der auch Falschmeldungen verbreitet werden, ist deut-lich geworden, dass die Informationen zum Wald umfassend aufbereitet und transparent zur Verfü-gung gestellt werden müssen, damit Bürger*innen sich eine Meinung bilden können. Es ist daher nicht nachzuvollziehen, dass aktuelle Pläne wie die Forsteinrichtung oder die Darstellung der Pläne auf den offiziellen Internetseiten der Stadt nicht zu finden sind oder dass der aktuelle Plan erst der Presse vorgestellt wird und die Stadträt*innen erst Tage später selbigen im Ratsinformationssystem zur Verfügung gestellt bekommen.

In Bürgerversammlungen können Hinweise der Bürger*innen zudem gezielt berücksichtigt werden und so dem Auftrag der Natur dienen. Am Ende können von einem Kommunikationskonzept alle Seiten profitieren. Vor allen Dingen, das vorrangige Ziel - der Schutz der Umwelt und natürlichen Lebensgrundlagen - bekommt damit auch in der öffentlichen Kommunikation einen angemessenen Stellenwert. Missverständnisse können vermieden, Hinweise gezielter berücksichtigt werden.“

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