Internationaler Tag gegen Rassismus am 21.03.

Foto: Martin Jehnichen

Pressemitteilung vom 20. März 2019

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21.03. erklärt Petra Čagalj Sejdi migrationspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90 die Grünen:

„Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sind leider keine Seltenheit mehr bei uns, sondern ein großes Problem - in Deutschland, Sachsen und auch in Leipzig. Besonders in den letzten Jahren sind rassistische Äußerungen und leider auch Taten wieder salonfähig geworden. Das ist besorgniserregend, um so wichtiger ist es, dass wir, die demokratischen Parteien und die Gesellschaft, diesen Entwicklungen mit allen Mitteln entgegen treten. Es bedarf großer Anstrengungen des Rechtsstaats und seiner Bildungseinrichtungen.

Eine der Gruppen, die am stärksten von Rassismus betroffen sind, sind die Sinti und Roma in Deutschland. Rassistische Taten gegen Roma und Sinti haben besonders im letzten Jahr rapide zugenommen, leider auch bei uns in Leipzig.

Dies stimmt vor allem in diesen Tagen besonders traurig, denn vor 76 Jahren – im März 1943 wurden die letzten damals noch in Leipzig lebenden Sinti und Roma in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Damit endete die Jahrhunderte lange Geschichte der Sinti und Roma in unserer Stadt vorerst. Wir müssen unsere historische Verantwortung ernst nehmen und den aktuellen Tendenzen mit aller Kraft entgegen treten. Um diesen gefährlichen Einstellungen entgegenzuwirken, die schon in vielen Ländern Europas und in Deutschland zu zunehmender Gewalt gegen die Minderheit geführt haben, müssen wir endlich handeln. Leipzig ist eine weltoffene Stadt und sollte in Sachsen als Vorbild auftreten und Antiromaismus – den Rassismus gegen Sinti und Roma - in unserer Stadt zu bekämpfen. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit der Fraktion Die Linke und in Zusammenarbeit mit der Vertretung der sächsischen Roma Romano Sumnal e.V. den Antrag „Kein Platz für Antiromaismus in Leipzig!“ eingereicht.

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