Mobilität nachhaltig und stadtgerecht gestalten

Pressemitteilung vom 29. Oktober 2019

Leipzig. Die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Leipzig macht sich für eine Intensivierung des Ausbaus der Verkehrsarten des Umweltverbundes stark. Konkret muss der Ausbau eines leistungsfähigen Radverkehrsnetzes sowie des ÖPNV Vorrang haben. Hintergrund ist die Kritik an den Maßnahmen der Stadt zur Umsetzung des Luftreinhalteplans. 

„Wir tl_files/Gruene_Fraktion_Leipzig/p/stadtraete VII. Wahlperiode/Kristina-Weyh_2019_web.jpgwollen den Verkehr stadtgerecht gestalten und dafür sorgen, dass diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, dieses auch nutzen können. Gleichzeitig muss es das vordringliche Ziel sein, die Anzahl an Autos im Verkehr zu reduzieren. Das geht nur, wenn attraktive und sichere Alternativen zur Verfügung stehen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass schnellstmöglich eine sichere Fahrradstraße etwa in den Süden der Stadt festgelegt wird und der ÖPNV für Anger-Crottendorf ausgebaut wird.“, so Kristina Weyh, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion.

„Es ist notwendig und umweltpolitisch sinnvoll, Fahrspuren zu reduzieren und Verkehrsströme zu drosseln. Gerade im Bereich der Harkortstraße kann damit auch eine zentrale Gefahrenstelle für Fahrradfahrer behoben werden. Die Kritiker verkennen, dass Leipzig schon aus Gründen des Gesundheitsschutzes verpflichtet ist, Maßnahmen zu ergreifen, um das Autoaufkommen deutlich zu reduzieren. Wir wünschen uns, dass hier vor allen Dingen an die Schwächsten der Gesellschaft gedacht wird, für die Stickoxide und Feinstäube gravierende gesundheitliche Folgen haben“; so Jürgen Kasek, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion.tl_files/Gruene_Fraktion_Leipzig/stadtraete2019/Juergen-Kasek_2019_web.jpg

Der Forderung nach dem mittleren Ring erteilt die Fraktion eine deutliche Abfuhr:

„Es ist umwelt- und verkehrspolitisch eine Geisterfahrt zu glauben, dass mehr und breitere Straßen das Verkehrsaufkommen an anderen Stellen reduzieren. Wissenschaftlich betrachtet führt dies eher zum Gegenteil: einer Zunahme des Verkehrs. Dafür dann auch noch Park- und Grünanlagen zu zerschneiden, ist der verkehrspolitische Ansatz aus dem letzten Jahrtausend und gerade unter umweltpolitischen Gesichtspunkten durch nichts zu rechtfertigen. Eine verstärkte ÖPNV- und SPNV- Anbindung von Mölkau und Anger-Crottendorf ist die umweltschonendere, kostengünstigere und letztlich sinnvollere Alternative.“, so die beiden Stadträte abschließend.

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