Rede von Dr. Gesine Märtens in der Ratsversammlung am 18. Oktober zum Antrag „Kultursensible Pflege" und Angebote der Seniorenhilfe ausbauen

Foto: Martin Jehnichen

- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Beigeordnete,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Gäste,

selten hat mich ein Verwaltungsstandpunkt so amüsiert. Wir haben Äpfel bestellt und die Verwaltung bietet uns freudestrahlend Birnen an.

Statt für „Für die Erarbeitung einer Konzeption zur Stärkung der „Kultursensiblen Pflege“ werden in den Doppelhaushalt 2017/18 Mittel in Höhe von 50 T € einzustellen, möchte sie eine Konzeption für die 'Kultursensible offene Seniorenarbeit' erarbeiten. Das klingt sehr ähnlich, irgendwie hat es was mit Alten zu tun, aber es ist doch eben grundverschieden.

Doch, und die Vorvoten ließen Sie es schon wissen, in diesem Fall nehmen wir die Birnen statt der Äpfel.

Eine Konzeption für die 'Kultursensible offene Seniorenarbeit' braucht die Stadt ebenso dringend, und gerade jetzt wo wir die Fortschreibung des Altenhilfesplanes beschließen wollen, der zukünftig Fachkonzept für Seniorenarbeit heißen soll. Wir sind daher mit der Verwaltung übereingekommen, dass die Konzeption der kultursensiblen Seniorenarbeit gleich in das Fachkonzept integriert wird. Das ist gleichsam die Integrationsarbeit in der Potenz, was kann es für uns Schöneres geben.

Wir sind ebenso mit der Verwaltung überein gekommen, und hier bitte ich noch um eine entsprechende Protokollnotiz, dass die eingestellten Mittel nicht an externe Denker*innen vergeben werden, sondern dass die Mittel die Arbeit am nunmehr erweiterten Fachkonzept in der Stadtverwaltung selbst unterstützen.

Meine Damen und Herren, in diesem Sinne, bitte stimmen Sie unserem Antrag in der Fassung des Verwaltungsstandpunktes zu.

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