Rede von Michael Schmidt, zum Antrag der Fraktion "Öffentliche Durchwegung von Schleußig zum Sportbad an der Elster und in Richtung Volkspark“ in der Ratsversammlung am 17. April 2019

Foto: Fraktion

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste,

das Sportbad an der Elster ist das modernste, beliebteste und bestbesuchteste Schwimmbad unserer Leipziger Sportbäder. An der Antonienstraße zwischen Schleußig und dem Volkspark Kleinzschocher gelegen. Wer das Elsterbad besuchen möchte, kommt mit der Straßenbahn entweder vom Adler oder von der Haltestelle Oeserstraße. Beide Haltestellen sind fußläufig 500 bzw. 450m entfernt. Suboptimal nennt man das. Eine Haltestelle direkt vor der Schwimmhalle ist ein Thema, dem wir uns endlich stellen müssen, die die enge Abstimmungen mit dem Fördermittelgeber Freistaat Sachsen für die damals sanierte Kreuzung zur Erich-Zeigner-Allee erfordert.

Pkw-Stellplätze stehen an der Schwimmhalle in Größenordnung zur Verfügung, auch eine gewisse Anzahl an Fahrradbügeln. Wer aber von Westen mit dem Auto kommt, also von Grünau, Plagwitz oder aus Kleinzschocher, parkt häufig auf dem kleinen Parkplatz am Eingang zum Volkspark. Hier stellt sich dann die Frage, wie man über die breite und vielbefahrene Antonienstraße mit dem separierten Gleisbett der LVB kommt. Auf kurzem direkten Weg wären das 80m oder über die Ampelanlage, sind das dann 300m bis zum Eingang.

Wer aus Schleußig kommt, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, muss bislang ebenfalls weite Strecken in Kauf nehmen, weil hinter der Schwimmhalle die Weiße Elster eine Querung nur an der sogenannten Entenbrücke am Limburger Steg bzw. über die Schleußiger Brücke an der Kreuzung zur Könneritzstraße ermöglicht. Angenommen also, ich starte am Spielplatz Oeserstraße bzw. der bald im Bau befindlichen Kita Holbeinstraße sind das – egal wie ich mich entscheide, in beide Richtung 700m Fußmarsch.

Eine direkte Verbindung ist aktuell nicht möglich, da sich auf der westlichen Seite der Elster ein Privatgrundstück von Mehrfamilienhäusern der Limburger Straße befindet. Über einen halböffentlichen Weg kann man theoretisch schon heute hinter der Wohnbebauung entlang gehen und gelangt an die Umzäunung der Schwimmhalle. Dort geht es dann definitiv nicht mehr weiter.

Die Lösung wäre entsprechend mit dem Eigentümer eine Möglichkeit einer öffentlichen Durchwegung zu verhandeln und diese zu realisieren. Ich bin zuversichtlich, dass diese Gespräche konstruktiv verlaufen, weil auch die dortigen Einwohner einen Mehrwert davon bekämen.

Die Sportbäder müssten dann ihrerseits ebenfalls ein Wegerecht ermöglichen, was aber eher baulicher Natur ist und ansonsten kein allzu großes Problem darstellen dürfte. Die Wege aus Schleußig würden sich deutlich verkürzen, man kann beruhigte Wege zu Fuß oder mit dem Rad zur Schimmhalle und Richtung Volkspark nutzen, statt über die vielbefahrene Erich-Zeigner-Allee zu müssen, wo es letztlich auch zu Konflikten zwischen Radfahrenden und Fußgängern kommt. Auch Schüler- und Kitagruppen auf dem Weg zur Schwimmhalle würden von einer solchen Durchquerung profitieren.

Und natürlich käme der Weg dort raus, wo auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Zugang zum Volkspark ist, eine sichere Querung fehlt aber, wie schon gesagt, an der Stelle. Aus meiner Sicht muss diese mitgedacht werden, allerdings kann das auch durchaus in einem zweiten Schritt erfolgen und sollte nicht den ersten Schritt aufhalten oder gar verhindern.

Ich begrüße, dass die Verwaltung dem Ansinnen des Antrages positiv gegenübersteht und den Prüfauftrag annimmt. Ich möchte daher den Alternativvorschlag der Verwaltung zur Abstimmung stellen und bitte um Ihre Unterstützung.

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