Katharina Krefft

Fraktionsvorsitzende
sozialpolitische Sprecherin, demokratiepolitische Sprecherin sowie Sprecherin für Schulbau

Gremien: Ältestenrat, Verwaltungsausschuss, Fachausschuss Jugend und Schule, Fachausschuss Gesundheit und Soziales, Finanzausschuss,  Aufsichtsrat Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) (A), Aufsichtsrat Städtisches Klinikum St. Georg (A), Verbandsrat Trägerversammlung Sparkasse

Beiträge

Anlässlich der feierlichen Wiedereröffnung des Alten Rathauses der Stadt Leipzig mit seinem historischen Festsaal erinnert Katharina Krefft, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an die jahrelange und schwierige Entscheidungsfindung

Wie soll es nach diesem Krieg weitergehen?

Wir streben ein Zentrum für deutsche Einheit und Europäische Transformation an, während unsere europäischen Nachbarn unsere Freiheit verteidigen. Der Preis ist so unfassbar hoch. Frauen werden mit der Waffe am Kopf vergewaltigt, Kinder sterben auf ihren toten Müttern, Fluchtorte wie das Opernhaus in Mariupol oder der Bahnhof von Kramatorsk werden zerbombt. Flüchtende werden in ihren Fahrzeugen erschossen. Zivilisten werden erschossen. Es ist der 49. Tag dieses russischen Angriffskrieges, dieses Verbrechens, das das Völkerrecht mit Füssen tritt.

Was könnte aktueller sein, als diese Vorlage? Der Robert-Blum-Preis ist ein so zeitgemäßer Vorschlag der Verwaltung. Die Revolution 1848 war der Grundstein unserer Demokratie, mit der Paulskirchenverfassung als der ersten demokratisch beschlossenen, und sie war wegweisend für die deutschen Verfassungen des 20. Jahrhunderts. Weil sie bereits die freiheitlichen Grundrechte erhielt.

Robert Blum als Abgeordneter aus Zwickau wirkte hieran mit. 1848 wurde er in Wien Brigittenau von einem Hinrichtungskommando standrechtlich erschossen. „In Wien entscheidet sich das Schicksal Deutschlands, vielleicht Europas“, war das Fazit, welches wir heute so intensiv nachspüren können.

Steckbrief:

Jahrgang 1978
Ärztin in Weiterbildung
5 Kinder

Kontaktmöglichkeit: katharina.krefft@t-online.de

2019 bin ich 25 Jahre bei Bündnis 90/Die Grünen und ich starte mit einem überragenden Wahlergebnis in meine 4. Wahlperiode im Leipziger Stadtrat. Wir Grüne sind treibende Kraft für die Entwicklung der Stadt, ihr soziales und wirtschaftliches Wachstum in ökologischer Verantwortung. Das schätzen unsere WählerInnen und haben uns nun zur zweitstärksten Fraktion gemacht.

Seit nunmehr 15 Jahren kümmere ich mich um Sozial- und Schulpolitik, engagiere mich im Aufsichtsrat des städtischen Klinikums St. Georg und lenke die Geschicke der LVV, der städtischen Holding und ich vertrete die Fraktion seit 6 Jahren als ihre Vorsitzende.

Als Stadträte verbringen wir viel Zeit in Sitzungen, ihrer Vor- und Nachbereitung, Abstimmung miteinander. Dennoch nehme ich mir die Zeit, um außerdem auch viel unterwegs in der Stadt zu sein. Ich folge Ihren Einladungen, besuche Vereine, SchulleiterInnen und Unternehmen, informiere mich dabei über Anliegendes und neue Entwicklungen. Sie sehen mich bei Veranstaltungen, im kulturellen und sozialen Leben dieser Stadt. Diese Begegnungen sind für mich wesentlich, denn mir liegt daran, dass sich die Bewohnerinnen dieser lebendigen Stadt einbringen können. Das ist für mich Demokratie.

Demokratie muss ermöglicht werden. Darum unterstütze ich die Vergabe von Fördermitteln, womit Strukturen geschaffen werden, die Ehrenamt ermöglichen. Dort findet Gemeinwesenarbeit, Vernetzung, Initiative statt, aber wir gehen einen Schritt weiter, wir wollen auch im Sozialbereich die Beteiligung. Darum habe ich 2018 eine Strategiekonferenz zur Wohnungslosigkeit initiiert, wo Akteure der Wohnungsnotfallhilfe, Betroffene und Engagierte ins Gespräch kamen. Gleichwohl stelle ich aber auch die Frage, welche Beteiligungsformen sind gewünscht, wie wollen die LeipzigerInnen an ihrer Stadt mitwirken? Um ins Gespräch zu kommen, wie unser Gemeinwesen aufgestellt sein muss, damit es für die BewohnerInnen annehmbar ist, sie sich eingebunden fühlen, tatsächlich mitgestalten können, habe ich 2016 das Demokratiejahr entworfen.

In der neuen Wahlperiode wird es ja genau darum gehen: die Stadt wächst und wir werden mehr darüber verhandeln müssen, wie wir eine integrierte Stadtentwicklung schaffen. Wir Grüne wollen den Platz besser nutzen und Flächen so gestalten, dass sie möglichst vielen Bedarfen gerecht werden. Wir wollen konsequent Grünzüge schaffen, Parks und den natürlichen Auwald schützen, denn wir brauchen Luft zum Atmen. Wir wollen Platz und Sicherheit auf der Straße für Rad- und Fußverkehr. Wir wollen Platz für Ideen und Kreativität, darum schaffen wir städtisch geförderte Angebote von der Jugendhilfe über offene Schulen bis hin zu Kreativräumen. Und wir wollen Platz im Denken, denn für uns ist Vielfalt wesentlich, sie ist der Motor für die ökonomische und soziale Entwicklung dieser Stadt.

Ich lebe seit 20 Jahren in Leipzig. Hier habe ich Medizin studiert und hier arbeite ich als Ärztin in der Weiterbildung zur Neurologin. Hier lebe ich mit meinem Mann und unseren 5 Kindern. Es erfüllt mich mit Freude, hier durch die Stadt zu gehen und zu sehen, was wir geschaffen haben, woran wir mitgewirkt haben und ich genieße die Begegnung mit den Menschen, die uns dabei von ganzen Herzen unterstützen. Denn Leipzig lebt, wo Menschen sich lebhaft einbringen.

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StadträtInnen arbeiten neben ihrem Beruf ehrenamtlich. Für ihre Arbeit erhalten sie eine Aufwandsentschädigung. Grundlage für die Zahlung von Entschädigungen ist die Entschädigungssatzung der Stadt Leipzig. Diese ist bis zu 3.672 EUR/Jahr steuerfrei.

Grundentschädigung pro Monat

543,79 EUR

Mobilitätszuschlag pro Monat

78,90 EUR

Sitzungsgeld für Sitzungen der Ausschüsse / Ratsversammlung

54,38 EUR / 108,76 EUR

Fachbeirat Grundentschädigung pro Monat

27,19 EUR

Sitzungsgeld für Sitzungen des Fachbeirates

32,63 EUR

Aufsichtsrat Kategorie A Grundentschädigung pro Jahr

1.000,00 EUR

Aufsichtsrat Kategorie A Sitzungsgeld pro AR-Sitzung

250,00 EUR

Aufsichtsrat Kategorie A Sitzungsgeld pro AR-Ausschuss

125,00 EUR

Sitzungsgeld in Verbandsversammlungen von Zweckverbänden

50,00 EUR

Für die zahlreichen anderen Sitzungen und Verpflichtungen (Arbeitsgruppen, Fraktions- und Vorstandssitzungen) werden keine Entschädigungen gezahlt.