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Rede von Marsha Richarz am 28. Mai 2026 zur Vorlage "Lebenssituation von LSBTIQ-Personen in Leipzig 2026"
wir haben jetzt schon wirklich ausufernd über viele Themen diskutiert und gemeinsam mit meinen gleichstellungspolitischen Kolleginnen Pia Heine und Beate Ehms haben wir entschieden, zu dieser wichtigen Infovorlage zu sprechen, damit diese nicht unbeachtet verschwindet.
Ich möchte mit einem Zitat starten:
„Wir tun alles, um Menschen, die queer sind, ein gutes und auch ein sicheres Leben zu ermöglichen. So wie es gegenwärtig ist, kann es mit den vielfältigen Bedrohungen nicht bleiben.“
Friedrich Merz, 2025
Antrag: Männer brauchen Beratung – für die Bewältigung von Lebensaufgaben und -krisen und mentale Entlastung
Im Ergebnis unserer mehrjährigen Befassung mit problematischen Männlichkeitsvorstellungen, dem Einfluss dieser auf das Verhalten von Männern und die Ausübung von Gewalt mit umfassenden Konsequenzen beantragen wir, der Expertise von Männerberater*innen zu folgen und Männerberatungsstellen zu implementieren.
Die Gewalterfahrung von Frauen führte vor Jahrzehnten bereits zum Aufbau von Frauenberatungsstellen und Schutzeinrichtungen, welche in Folge des Gewaltschutzgesetzes nun auch verbindlich implementiert sind. Später folgte eine Öffnung von Beratungsangeboten auch für queere Personen.
Antrag: Städtisches Gedenken für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen
Gewalt gegen Frauen und Mädchen stellt eine gravierende Menschenrechtsverletzung und eine Gefahr für die demokratische Grundordnung dar. In Leipzig fehlen bislang offizielle Gedenkformen, die das Ausmaß dieser Gewalt sichtbar machen und das gesellschaftliche Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt stärken.
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Antrag: Einführung einer Schweigeminute für Femizide in der Ratsversammlung des Stadtrates Leipzig
Der Oberbürgermeister wird beauftragt, ab dem 1. Oktober 2026 nach jeder bestätigten Meldung eines Femizids, der in Leipzig oder im Freistaat Sachsen verübt wurde, in der Ratsversammlung eine Schweigeminute durchzuführen. Die Schweigeminute erfolgt zu Beginn jeweils der Ratssitzung, die auf die offizielle Bekanntmachung des Vorfalls durch die zuständige Polizeibehörde folgt. Dabei sollen der Name der Betroffenen, Alter, Wohnort und das Datum der Tat mitgenannt werden.
Antrag: Kostenlose Periodenprodukte in Leipziger Schwimmhallen und Freibädern, den Bibliotheken sowie Eigenbetrieben der Stadt Leipzig mit Publikumsverkehr
Menstruationshygiene ist ein grundlegendes Bedürfnis und sollte für alle Menschen jederzeit zugänglich sein. In den Leipziger Schwimmhallen und Freibädern und den publikumsaffinen Kultur-Eigenbetrieben der Stadt Leipzig stehen derzeit keine kostenlosen Periodenprodukte zur Verfügung. Dies kann für menstruierende Personen zu unangenehmen oder belastenden Situationen führen, insbesondere bei längeren Aufenthalten in den Bädern oder den Kultureinrichtungen.
Eine alarmierende Entwicklung
Amtsblattbeitrag vom 25. Oktober 2025
Ein Femizid am 18. August erschütterte Leipzig. Eine Frau wurde von ihrem Ex-Partner getötet, ihr gemeinsamer Sohn schwer verletzt. Das ist kein Einzelfall, sondern die Spitze eines Eisbergs, der in der aktuellen Halbjahresstatistik 2025 zum Gewaltschutz sichtbar wird.
Anfrage: Wie viele Millionen schulden Männer der Stadt Leipzig?
Der Sozialreport 2025 zeigt: Im Jahr 2024 hat die Stadt Leipzig 29,9 Millionen Euro an Unterhaltsvorschuss gezahlt. Unterhaltsvorschuss ist eine Pflichtleistung nach Sozialgesetzbuch, die an alleinerziehende Elternteile gezahlt wird, wenn das andere Elternteil aus finanziellen oder anderen Gründen aktuell keinen Unterhalt für das gemeinsame Kind bzw. die gemeinsamen Kinder zahlen kann oder diesen faktisch nicht zahlt. Hierbei ist zu unterschieden, ob der Kindesunterhalt aus nachweisbaren, tatsächlichen finanziellen Gründen gar nicht oder nicht in voller Höhe gezahlt werden kann, oder ob durch beispielsweise fehlende Einreichung von Unterlagen/fehlende Mitwirkung, erschwerte Erreichbarkeit oder durch Unterschlagung von vorhandenen finanziellen Mitteln versucht wird, sich der Unterhaltspflicht zu entziehen.
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Rede von Marsha Richarz am 29. Oktober 2025 zur Petition "Frauen Taxi für Leipzig"
68 Prozent. Diese Zahl sollte uns alle nachdenklich stimmen. 68 Prozent der Frauen in deutschen Städten vermeiden bestimmte Linien oder Haltestellen zu bestimmten Tageszeiten. Nicht weil sie keine Lust haben, nicht weil sie lieber Auto fahren, sondern aus einem einzigen Grund: Sie fühlen sich nicht sicher.
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Gemeinsame Anfrage: Aktuelle Situation der Gewaltschutzprojekte in der Stadt
Am 18.08.2025 fand in Leipzig ein Femizid statt: Eine Frau wurde von ihrem Ex-Partner getötet, der gemeinsame Sohn dabei schwer verletzt. Auch die Halbjahresstatistik 2025 zum Gewaltschutz in Leipzig zeigt eine dramatische Entwicklung.
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Änderungsantrag zur Petition "Frauen Taxi Für Leipzig"
Die Verwaltung wird beauftragt, sich dem Thema Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr gemeinsam mit der LVB (inklusive Flexa-Angebot), dem Taxigewerbe (auch in Bezug auf mögliche Frauentaxis), ggf. beauftragten Subunternehmen und weiteren Akteur*innen anzunehmen. Es sollen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, insbesondere für Frauen, definiert werden.
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