Leipzig grüner machen!

Gestern hat die 4. Klimakonferenz der Stadt Leipzig digital stattgefunden. Auf der Tagesordnung stand die seit Ende letzten Jahres ausstehende Fortschreibung des Leipziger Energie- und Klimaschutzprogramms (EKSP) 2030, dessen Vorgänger bis 2020 galt. Der erste Entwurf ist leider noch in weiten Teilen unzureichend. So werden zwar Leipziger Klimaziele ausgehend von einem Restbudget für die kommenden Jahre bis 2030 sowie für 2040 und 2050 genannt. Bis 2030 etwa soll jede*r Einwohner*in der Stadt Leipzig nur noch 1,69 t CO2-Äquivalente emittieren. Zentrales Manko: Die einzelnen Maßnahmen, die dieser Zielerreichung dienen sollen, sind nicht mit einer bezifferten Treibhausgas-Minderung unterfüttert, Sektorenziele fehlen. Es bleibt damit völlig unklar, wie man die Wirkung der Maßnahmen messen und gegebenenfalls nachsteuern kann.

Das Team ‚AmpelGrün‘ wurde beim Stadtradeln 2021 nicht nur das achte Jahr in Folge bestes Team einer Stadtratsfraktion. Es wurde am Abend der Abschlussveranstaltung erstmals aus der Lostrommel gezogen und mit einem Preisgeld von 250,- € bedacht. Die 70 Teammitglieder waren nunmehr dazu aufgerufen, über die Verwendung des Geldes Ideen beizubringen und zu entscheiden.

Derzeit wird eine sehr große Menge ehemaliger Biotonnen (Gefäßfarbe braun) aufgrund der Ausstattung neuer Biotonnen (Gefäßfarbe schwarz) mit Transpondern außer Dienst gestellt. Die alten Tonnen sollten nicht - wie zzt. praktiziert - vernichtet werden, sondern als Regenwassersammelspeicher auch für den privaten Gebrauch zum Einsatz kommen können.

Seit der Mensch baut, baut er mit Holz. In dem Maß, in dem Holz als Baustoff vor allem durch Stahl und Beton verdrängt wurde, haben auch die Treibhausgasemissionen zugenommen. Mittlerweile macht der Bau- und Gebäudesektor 38% der globalen CO2-Emissionen aus, mit steigender Tendenz. Bis 2030 müssen die damit verbundenen derzeit knapp 10 Gigatonnen weltweit halbiert werden – eine der größten Herausforderungen dieses Jahrzehnts. Während wir beim Betrieb, v.a. Energieverbrauch von Gebäuden auf dem Weg sind, Stichwort Wärmewende - ist dies bei der Errichtung von Gebäuden völlig anders. Nach wie vor wird der Großteil der neuen Gebäude und auch Sanierungen klassisch mit CO2-intensiven Beton und Stahl gebaut. Auf jedem Quadratmeter eines konventionellen Gebäudes lastet ein Fußabdruck von einer halben Tonne CO2.

Am Cottaweg 11 befindet sich das Gelände des MC Post Leipzig e.V. Das Gelände liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald.

Vor diesem Hintergrund fragen wir:

1) Welche Strategie verfolgt die Stadt hinsichtlich des Geländes des MC Post und in welchen Stand befinden sich die Gespräche über den Pachtvertrag und die baulichen Anlagen auf dem Gelände?

vor wenigen Wochen sprachen Sie, Herr Jung, beim Richtfest des neuen Gaskraftwerks in Leipzig von Ihrer Vision für die Leipziger Energieversorgung. Sie sagten – und ich zitiere:„Das ist meine Vision: Eine autarke Energieversorgung, ohne fossile Brennstoffe, für die Stadt Leipzig. Wenn man jetzt mal wirklich weiterdenkt, geht es doch darum, dass wir unsere Stadt versorgen und nicht irgendwie abhängig werden von irgendwelchen Privaten, fremden Ländern um uns herum, sondern dass wir es eigenständig schaffen.“

Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Wiederverwertung und Reparatur geht vor einer sonstigen Verwertung wie Verbrennung und Beseitigung. So das Gebot der gängigen Abfallpyramide. Leider wird diese Zielsetzung in der Realität nicht eingelöst. In den Jahrzehnten seit 1950 wurden weltweit 8,3 Mrd. Tonnen Plastik erzeugt, mehr als eine Tonne für jeden jetzt lebenden Menschen.

Eine Vielzahl an Teichen und Weihern im Stadtgebiet Leipzig sind in den letzten Jahren trockengefallen. Dies ist eine der sichtbarsten Folgen der Prozesse des Klimawandels, die auch in Leipzig erlebbar sind. Der Grundwasserspiegel ist in den letzten Jahren gesunken und die Niederschlagsmenge hat, 2021 ausgenommen, in den letzten Jahren abgenommen, wie durch das Landesamt für Umweltschutz und Geologie im Klimawandelfolgenatlas prognostiziert. Die dauerhafte externe Versorgung von Teichen und Weihern mit Grundwasser ist weder ökologisch, noch ökonomisch sinnvol.

Am 9. Juli 2020 hat die Ratsversammlung den Antrag VII-A-00865-NF-03 „Klare Grenzen für Silvesterfeuerwerk - Vorrang für Gesundheit, Natur und Sicherheit durchsetzen“ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wie folgt beschlossen:  Der Oberbürgermeister wird beauftragt, sich beim Bund für die Schaffung einer rechtlichen Grundlage zur großflächigen Untersagung des Abbrennens von Feuerwerkskörpern für Privatpersonen einzusetzen.

Der Beschlussvorschlag wird wie folgt ergänzt:

1. Die Stadtverwaltung verlängert die Pachtverträge mit den Pächtern der Anlagen rund um den Schützenhof an der Hans-Driesch-Str. 2b nicht.