Leipzig grüner machen!

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Der Bausektor trägt zu einem großen Teil zum Abfallaufkommen bei. Das Recycling und die Wiederverwendung von Baustoffen können einen wichtigen Beitrag leisten, um Ressourcen zu schonen sowie Abfall und Transporte zu reduzieren.

Die biologische Landwirtschaft bietet viele Vorteile für Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Ernährung. Unsere Fraktion hat zwei Initiativen dazu eingebracht, wie Bio-Produkte seitens der Stadt Leipzig stärker gefördert werden können.

Amtsblattbeitrag vom 20. November 2021

Mit dem Ziel der Klimaneutralität müssen auch die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor reduziert werden. Nach wie vor wird zumeist mit CO2-intensivem Beton und Stahl gebaut. Die Alternative dazu ist ein kreislauffähiges und ressourcenschonendes Bauen.

Seit der Mensch baut, baut er mit Holz. In dem Maß, in dem Holz als Baustoff vor allem durch Stahl und Beton verdrängt wurde, haben auch die Treibhausgasemissionen zugenommen. Mittlerweile macht der Bau- und Gebäudesektor 38% der globalen CO2-Emissionen aus, mit steigender Tendenz. Bis 2030 müssen die damit verbundenen derzeit knapp 10 Gigatonnen weltweit halbiert werden – eine der größten Herausforderungen dieses Jahrzehnts. Während wir beim Betrieb, v.a. Energieverbrauch von Gebäuden auf dem Weg sind, Stichwort Wärmewende - ist dies bei der Errichtung von Gebäuden völlig anders. Nach wie vor wird der Großteil der neuen Gebäude und auch Sanierungen klassisch mit CO2-intensiven Beton und Stahl gebaut. Auf jedem Quadratmeter eines konventionellen Gebäudes lastet ein Fußabdruck von einer halben Tonne CO2.

Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Wiederverwertung und Reparatur geht vor einer sonstigen Verwertung wie Verbrennung und Beseitigung. So das Gebot der gängigen Abfallpyramide. Leider wird diese Zielsetzung in der Realität nicht eingelöst. In den Jahrzehnten seit 1950 wurden weltweit 8,3 Mrd. Tonnen Plastik erzeugt, mehr als eine Tonne für jeden jetzt lebenden Menschen.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen Antrag eingereicht, der den Oberbürgermeister beauftragen soll, eine Mitgliedschaft im ‚Zero Waste Cities Netzwerk‘ zu beantragen und die dafür notwendigen konzeptionellen Vorbereitungen zu treffen. Dazu sollen dem Stadtrat bis zum 2. Quartal 2022 Eckpunkte und Meilensteine vorgelegt werden.
Des weiteren beantragt die Fraktion ein sehr konkretes Projekt, indem die Stadtreinigung Leipzig beauftragt werden soll, schrittweise in allen hoch frequentierten Parks und Grünanlagen sogenannte Kronkorken-Sammelbehälter aufzustellen. Die Sammlung und anschließende Verwertung der Kronkorken soll dabei dem Zweck „Für jede volle Kiste pflanzen wir einen Obstbaum“ zugeführt werden. Hierzu soll der Eigenbetrieb gemeinsam mit den Leipziger Umweltvereinen/-verbänden und dem Amt für Stadtgrün geeignete Pflanzstandorte sondieren und über die eigene Webseite zum regelmäßigen Stand der Umsetzung informieren.

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, eine Mitgliedschaft im Zero Waste Cities Netzwerk zu beantragen und die dafür notwendigen konzeptionellen Vorbereitungen zu treffen. Dazu werden dem Stadtrat bis zum 2. Quartal 2022 Eckpunkte und Meilensteine vorgelegt.

Häufig achtlos entsorgte Kronkorken sind nicht nur aus Umwelt- und Sauberkeits-Gesichtspunkten ein Ärgernis, sondern auch aus Gründen der Ressourcenverschwendung. Kronkorken bestehen aus Kunststoff und Weißblech und lassen sich gut recyceln und im Ressourcenkreislauf nutzen.  

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, in Leipzig das klimafreundliche und ressourcenschonende Bauen mit Holz aus regionaler und nachhaltiger Bewirtschaftung mit folgenden Maßnahmen voranzutreiben:

1. Entwicklung von Holzbau-Pilotprojekten in Bauvorhaben unterschiedlicher Trägerschaft, Größe und gestalterischer Ausprägung. Die Pilotprojekte sollen administrativ, fachlich und wissenschaftlich begleitet werden.

Müllvermeidung, meine Damen und Herren, geht uns alle an. 2019 wurden bei den privaten Endverbraucherinnen und -verbrauchern in Deutschland pro Kopf 72 Kilogramm Verpackungsmüll eingesammelt. Sachsen liegt heir übrigens bundesweit auf Platz 4 und mit 81kg Verpackungsmüll pro Person deutlich über dem Schnitt. Pro Person waren das durchschnittlich 4 Kilogramm mehr als noch 2018. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes stieg das gesamte Aufkommen an Verpackungsmüll, der vorwiegend in der gelben Tonne, Glas- oder Papiercontainern getrennt vom Restmüll gesammelt wird, um knapp 0,3 auf 5,9 Millionen Tonnen im Jahr 2019 an. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor, man kann sich aber denken, wenn man sich umsieht, dass dieses Thema nach wie vor ein sehr aktuelles ist, an dem wir weiterarbeiten müssen. Gehen Sie nur nach den Wochenenden durch die Parks, insbesondere den Clara- und den Johannapark, in denen dann die Einwegbecher aufgetürmt auf den übervollen Mülleimern stehen.