Leipzig-pestizidfrei
WER WILL SCHON GIFT IM GARTEN HABEN? - LEIPZIG AUF DEM WEG ZUR PESTIZIDFREIEN KOMMUNE
Gib der Vielfalt eine Chance!
Im Garten wie im Park und auf dem Feld - Leipzig pestizidfrei!
Leipzig grüner machen!
Es findet ein Umdenken statt. Die „Ökogärtner*innen“ in Leipzig sind keine Ausnahme mehr, sondern sind inzwischen fester Bestandteil der Gärtner*innenlandschaft von Leipzig.
Aber nicht nur in den Kleingärten von Leipzig darf das Grün wachsen.
Seit 2015 ist Leipzig „Pestizidfreie Kommune“ mit dem Ziel, die kommunalen Flächen ohne Pestizide zu bewirtschaften. Dazu zählen Kindergärten, Schulen, Sportplätze, Parkanlagen etc. Auf versiegelten Flächen ist die Anwendung von Pestiziden sowieso nur mit einer Sondergenehmigung gestattet, ansonsten generell verboten. Es stehen giftfreie Alternativen zur Verfügung: mechanische oder thermische Behandlung, durch Mulchen und Anpflanzen von Mischkulturen.
Und es geht noch weiter: Auch die Leipziger Landwirtschaft steht vor einem Wandel. Nachdem wir ein ganzes Antragspaket eingereicht haben zur Stärkung der regionalen und ökologischen Landwirtschaft, erstellt die Stadt aktuell ein Konzept, um ebendieses zu fördern. Damit erhalten ab 2025 Biobäuer*innen und Landwirt*innen, die auf Pestizide verzichten und Biodiversität fördern, einen bevorzugten Zugang zu städtischen Landwirtschaftsflächen. Denn wenn Äcker mit Pestiziden besprüht werden, es keine Blüh- und Heckenstreifen am Rand der Felder gibt, wenn Monokulturen das Landschaftsbild beherrschen, dann schaden wir uns langfristig nur selbst, sowohl wirtschaftlich als auch im Umwelt- und Klimaschutz.
Wenn wir regionalen (Jung-)Bäuer*innen eine Chance geben, stärken wir die Wirtschaft. Wenn wir Blühstreifen und Feldhecken anlegen, erhöhen wir die Insekten- und Artenvielfalt. Wenn wir auf Pestizide verzichten, nehmen wir weniger, mitunter hormonell wirksame, Gifte mit unserer Nahrung auf. Und wir schonen unsere Böden und unser Grundwasser.
Illustration: Schwarwel