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Warmer Herbst für Leipziger Kultur

Amtsblattbeitrag vom 5. November 2022

Kultur als Seismograph und Motor gesellschaftlicher Prozesse ist kein „Nice-to-have“, sondern essentiell für eine fortschrittliche, offene Gesellschaft. Gerade in einer Zeit, in der demokratiefeindliche Kräfte unser konstruktives Zusammenleben bedrohen, ist es notwendig, Kultur massiv zu stärken. Im dritten Jahr der Pandemie ist jedoch die Situation von freien Kulturschaffenden, Vereinen und Kulturorten angespannt.

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Leipziger Literaturstipendium endlich verwirklichen!

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat einen Antrag ins Stadtratsverfahren eingereicht, wonach der Oberbürgermeister aufgefordert werden soll, sich in Kooperation mit geeigneten Partnern um die konzeptionelle Entwicklung, Einrichtung und Durchführung des Leipziger Literaturstipendiums zu bemühen. Ziel sollte dabei sein, dass das Leipziger Literaturstipendium erstmals im Jahr 2024 ausgelobt wird.

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Antrag: Leipziger Literaturstipendium ermöglichen

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, sich in Kooperation mit interessierten und geeigneten Partnern um die konzeptionelle Entwicklung, Einrichtung und Durchführung des Leipziger Literaturstipendiums zu bemühen. Ziel sollte dabei sein, dass das Leipziger Literaturstipendium erstmals im Jahr 2024 ausgelobt wird.

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Antrag: Das fotografische Werk des jüdischen Fotografen Abram Mittelmann für Leipzig sichern

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, zu prüfen, ob bzw. inwieweit das sowohl kultur- als auch kunsthistorisch bedeutende Archiv des Fotografen Abram Mittelmannals Eigentum der Stadt Leipzig betrachtet werden kann bzw. muss.

Die nach juristischer Prüfung fundierten Eigentumsansprüche bezüglich des Fotoarchivs Mittelmann sind von der Stadt gegenüber den sogenannten Findern, Frau Gudrun Vogel und Herr Wieland Zumpe, geltend zu machen.

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Rede von Bert Sander am 12. Oktober 2022 zum Antrag "Leipziger Bücherspur einrichten"

Es geht nicht einfach darum, neben der bereits bestehenden Notenspur eine weitere, beliebige Kulturroute hinzuzufügen. Leipzig war zu DDR-Zeiten und ist auch heute noch Buchstadt von internationalem Rang. Ein paar Stichworte: Buchmesse, Leipzig liest, Nationalbibliothek, Literaturinstitut, Verlage von Reclam bis Insel, Haus des Buches und und und

 

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Die Umweltbewegung der DDR würdigen!

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen neuen Antrag zur Würdigung der Geschichte der Umweltbewegung und der Bedeutung des fossilen Energieträgers Kohle eingereicht. Die Geschichte der Umweltbewegung der DDR soll als wesentlicher Teil der Friedlichen Revolution stärker auch im öffentlichen Raum abgebildet werden. Als herausragende Beispiele soll dabei insbesondere an den Pleißegedenkmarsch als erste illegale Umweltdemonstration und der Initiative „Stop Cospuden 1990“ gesondert gedacht werden.

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Antrag: Die Spur der Kohle und der Umweltbewegung in der DDR

Die jüngere Geschichte der Stadt Leipzig ist untrennbar mit dem Energieträger Kohle verbunden, seien es früher die Schlote von Thierbach, Böhlen oder Espenhain oder heute das Kohlekraftwerk Lippendorf. Auch die zahlreichen Tagebaufolgeseen künden davon.

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Klimakrise? Beim Opernball nicht angekommen!

Die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN übt anlässlich der Planungen für den diesjährigen Leipziger Opernball deutliche Kritik. Diese entzündet sich insbesondere an den Hauptpreisen der Tombola, einem Porsche SUV und einer Flugreise mit Qatar Airways.

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Antrag: Konzipierung einer Struktur- bzw. Infrastrukturförderung (Arbeitstitel) für die Freie Szene

Die Förderung der Freien Szene durch die Stadt ist umfassend und differenziert, sie deckt aber nicht alle relevanten Felder des städtischen kulturellen Lebens ab. Eine grundlegende Fördermaßgabe stellt bislang die Forderung an den Fördermittelempfänger dar, dass das Ergebnis der Förderung den Leipziger Bürgerrinnen und Bürgern unmittelbar „zur Verfügung“ gestellt, „zugänglich“ gemacht werden muss. Wie aber unterstützen wir Initiativen, die nicht unmittelbar, sondern „nur“ mittelbar mit Ergebnissen aufwarten können, aber durch ihre Arbeit eine breite kulturelle Teilhabe der Stadtgesellschaft ermöglichen?

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Antrag: Systematisierung von Formen einer Erinnerungskultur, die sich historischen Ambivalenzen und umstrittenen Persönlichkeiten offensiv stellt

Die Gutachten der wissenschaftlichen Beratungskommission zu den historischen Persönlichkeiten Arndt, Jahn und Pinkert liegen vor und sind mittlerweile öffentlich einsehbar. Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass z.B. Straßenumbenennungen in diesen drei Fällen nicht notwendig sind. Dieses Ergebnis entbindet die Politik allerdings nicht von der Aufgabe, eine sogenannte „kritische Begleitung“ von umstrittenen Sachverhalten zu gewährleisten – wie auch die Kommission selbst feststellt.

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