Leipzigs Kultur, Sport und Freizeit!

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Mit Beschluss RBV-1937/14 bekannte sich die Leipziger Ratsversammlung am 22.01.2014 zum Erhalt der Distillery am Standort Kurt-Eisner-Straße 91. Ein Weiterbetrieb am Standort sollte ermöglicht werden. Die Stadtbau AG war jedoch nicht bereit, diese Forderung umzusetzen, entsprechend fand sich im städtebaulichen Rahmenvertrag zwischen der Stadt Leipzig und der BBH Entwicklungs- GmbH nur noch der Passus, dass das privatrechtliche Verhältnis zwischen der Distillery und der BBH einvernehmlich geregelt wird.

Die Stadtverwaltung hat aufgrund verschiedener Anträge und Anregungen in einem Verwaltungsstandpunkt deutlich gemacht, dass es keine in Betracht kommenden Flächen für sogenannte „Spontanpartys“ im öffentlichen Raum gibt.

Dabei gibt es eine Reihe von Flächen, die generell für Veranstaltungen mit vorheriger Anmeldung in Betracht kämen.

 

Nach einer Prüfung der Stadtverwaltung wurde festgestellt, dass es offenbar keine Flächen im Gebiet der Stadt Leipzig gibt, die für sogenannte „Spontanpartys“ in Betracht kommen (Informationsvorlage Nr. VII-Ifo-01584 ).

 

Save the Rave! Die Clubs und Livemusikspielstädten sind von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Ihr Überleben und Wiederbeleben liegen uns sehr am Herzen.

Clubkultur ist Kultur! Die einzigartige Clublandschaft Leipzigs gehört seit Jahren fest zur DNA der Stadt und ist weit über die Stadtgrenzen berühmt und berüchtigt. Auch wegen den Leipziger Clubs und Livemusikspielstädten ziehen Jahr für Jahr junge Menschen nach Leipzig. Gleichzeitig zieht sie Besucher*innen von nah und fern an.

Logisch also, dass wir uns bereits vor der Pandemie dafür eingesetzt haben, dass Clubkultur als Teil der Kulturlandschaft angesehen wird. Diesen Sommer konnten wir erreichen, dass die Ratsversammlung Leipziger Clubs in ideeller Hinsicht als kulturelle Einrichtungen anerkennt und sich der OBM im Städte und Gemeindetag für eine Änderung der BauNVO, mit dem Ziel Clubs und Livemusikspielstätten als kulturelle Anlagen im Sinne der BauNVO anzuerkennen, einsetzen soll.

Auch wurde beschlossen, dass sich der OBM gegenüber dem Freistaat Sachsen und der Bundesregierung für eine stärkere sofortige finanzielle und strukturelle Unterstützung der durch die Corona- Pandemie besonders stark betroffenen Veranstaltungs- und Kulturbranche einzusetzen hat. Im selben Zug wurden die Grundpfeiler für das Outside Festival, das Ende des Sommers auf der Festwiese stattfand, geschaffen.

Doch bereits vor Corona mussten wir feststellen, dass die Leipziger Clubs von der Stadt oftmals stiefmütterlich behandelt wurden. Im Zuge von Neubauprojekten wie „Freiladebahnhof Eutrisch“ oder „Bayerischer Bahnhof“ mussten mehrere Clubs weichen. Umso mehr freuen wir uns, dass – auch auf unsere Initiative – mit dem Projekt „Gleisdreieck“ mehrere wichtige Leipziger Clubs eine neue Heimat finden werden.

Ob vor, während oder nach der Pandemie. We will Fight for Your Right to Party!

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unterstützt die beiliegende fraktionsübergreifende Willensbekundung „Nicht ohne Kultur: Kulturelle Vielfalt während der Pandemie absichern“.
"Wir schließen uns der Mehrheit des Fachausschusses Kultur in ihrem Bemühen an, der unverzichtbaren Kulturlandschaft Leipzigs in diesen außerordentlichen Zeiten alle nur mögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Auch wenn die Erklärung in Punkten über die Befugnisse der städtischen Kommunalpolitik hinausweist, zeigt sie doch Wege auf, die mit den geeinten Kräften von Stadt und Land begehbar gemacht werden könnten/sollten."

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Leipziger Stadtrat hat den Antrag gestellt, das Projekt Gleisdreieck im Leipziger Süden von Seiten der Stadt mit zu begleiten und zu un-terstützen. Dazu beantragt die Fraktion die Einrichtung einer dezernats- und ämterüber-greifenden Arbeitsgruppe, die das Projekt vorantreibt. Weiterhin soll die Stadt prüfen, ob sie der neu entstandenen Clubstiftung beitritt und Fördermittel für das Projekt akquiriert.

Die Stadt Leipzig verfügt noch über eine vielfältige Clubkultur und freie Kunstszene. Diese ist jedoch unter anderem Verdrängungsprozessen ausgesetzt. Oberbürgermeister und Stadtrat haben sich in den zurückliegenden Jahren in Beschlüssen der Ratsversammlung für den Erhalt der „Distillery“ (2014) und die Aufhebung der Sperrzeit ausgesprochen (2018) sowie einen Grundsatzbeschluss im Jahr 2019 zur Unterstützung der Clubkultur gefasst.

 

Amtsblattbeitrag vom 18. Juli 2020

Schaffen wir als Stadt keine Grundlagen, droht auch mit Finanzhilfen ein unwiderbringlicher Verlust an Kultur, der für Leipzig über den Verlust von Spielstätten allein deutlich hinausreicht.

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, für einen Teil der alten Schuppen am S-Bahnhof Connewitz kulturelle Nutzungen (z. B. Bandproberäume oder Ateliers) zu prüfen, sobald der Grundstücksankauf des Flurstück 504 von der DB erfolgt ist. Diese Prüfung hat vorrangig vor einer anderweitigen Nutzung zu erfolgen.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Leipzig hat einen Antrag eingereicht, der die Stadtverwaltung beauftragen soll, ihre Anstrengungen zum Erhalt der Clubkultur und Livemusikspielstätten zu intensivieren und zeitnah auch Flächen für Open Air Veranstaltungen zu benennen, um auch in Zeiten der Pandemie den Kultureinrichtungen Veranstaltungsmöglichkeiten zu gebe